Nach oben

Hans Holbein d. Ä.

Maler, Zeichner, Glasmaler, Kupferstecher, Holzstecher und Grafiker

Geboren
ca. 1460 / 1470 in Augsburg
Gestorben
1524 in Isenheim
Stilrichtung
Renaissance und Spätgotik

Biografie

Urkundlich gesicherte Nachrichten über die Lehrzeit und Wanderschaft Holbeins existieren nicht. Vermutlich wurde der Sohn eines Augsburger Gerbermeisters in seiner Heimatstadt, vielleicht aber auch im nahegelegenen Ulm zum Maler ausgebildet. Neben lokalen Einflüssen war seine Kunst geprägt von der niederländischen Malerei, die er vermutlich auf einer Reise nach Köln, möglicherweise auch nach Gent bzw. Brügge kennengelernt hat. Von 1490 bis 1515 betrieb Holbein in Augsburg eine große Werkstatt, in der seine Söhne Ambrosius und der jüngere Hans, wahrscheinlich auch sein jüngerer Bruder Sigmund und Leonhard Beck sowie zeitweise Martin Schaffner tätig waren. Holbein erhielt zahlreiche Aufträge für Altäre in der Gegend um Augsburg und Ulm, darunter ein 1495–1500 geschaffener, 12-teiliger Passionszyklus, die sog. „Graue Passion“. Um 1500 siedelte er nach Frankfurt über, wo er 1501 zusammen mit seinen Gehilfen den monumentalen Hochaltar für die Dominikanerkirche vollendete. 1504 arbeitete er zusammen mit Hans Burgkmair an den Basilikatafeln für das Katharinenkloster in Augsburg. Nach 1516 ist Holbein in Isenheim und später wieder in Augsburg nachweisbar. 1524 führt ihn das Augsburger Zunftbuch als verstorben.

Holbein war einer der führenden und produktivsten Künstler seiner Generation nördlich der Alpen und der erste namentlich bekannte deutsche Künstler, von dem ein umfassendes Corpus an Zeichnungen erhalten ist. Sein Œuvre, das auch einige der besten Bildnisse aus der Zeit vor Dürer umfasst, weist in der Spätphase zunehmend italienische Elemente auf und steht an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance.

24 Werke von Hans Holbein d. Ä.

Personen, die mit Hans Holbein d. Ä. in Verbindung stehen

Werke, die mit Hans Holbein d. Ä. in Verbindung stehen