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Hans Schäufelein

Maler, Wandmaler, Tafelmaler, Zeichner und Stadtmaler

Geboren
ca. 1480 / 1485 in Nördlingen (?)
Gestorben
ca. 1539 in Nördlingen

Biografie

Über Geburtsort und künstlerische Ausbildung von Hans Schäufelein (auch Schäuffelein, Schäufelin) liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Um 1503 war er neben Hans von Kulmbach und Hans Baldung in Dürers Werkstatt in Nürnberg tätig, wo er bis 1507 blieb. Um 1506 wurde er mit der Ausführung des „Ober Sankt Veiter Altars“ nach Entwürfen Dürers betraut. Nach der Fertigstellung des Altars begab sich Schäufelein nach Augsburg in die Werkstatt Hans Holbein d. Ä., wo er bis 1508 blieb. 1508–1509 war er auf Wanderschaft in Tirol und führte dort mehrere Altarwerke aus. Nach 1510 war er wieder in Augsburg und arbeitete mit Hans Burgkmair, Leonhard Beck und anderen Künstlern an den Druckwerken für Kaiser Maximilian I. Es entstanden Holzschnittentwürfe für den „Weißkunig“, „Theuerdank“ und den „Triumphzug“. Sein wohl spektakulärster Auftrag ist die Folge der „Vier Temperamente“ (1511), der erste gemalte Temperamentenzvklus der abendländischen Kunst. 1515 wurde Schäufelein Stadtmaler in Nördlingen. Neben Tafelbildern und Zeichnungen, die stark an den Arbeiten seines Lehrers Dürer orientiert sind, hinterließ er ein großes Holzschnittwerk, Buchillustrationen und Einzelblätter. Sein Œuvre trug zur Ausbildung und Ausstrahlung der süddeutschen Frührenaissance von ihren Zentren Augsburg und Nürnberg bei, von denen der Hauptimpuls für die Ausformulierung humanistischer und reformatorischer Bildthemen ausging.

3 Werke von Hans Schäufelein

Personen, die mit Hans Schäufelein in Verbindung stehen