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Giovanni Battista Piazzetta

Maler und Zeichner

Geboren
1682 / 1683 in Venedig
Gestorben
1754 in Venedig

Biografie

Nach einer ersten Ausbildung bei seinem Vater war Giovanni Battista Piazzetta Schüler der venezianischen Maler Silvestro Manaigo (um 1670–nach 1744) und Antonio Molinari (1655–1704). Im Alter von zwanzig Jahren ging er nach Bologna, wo er Werke der Carracci, Guercinos und Giuseppe Maria Crespis kennenlernte. 1711 war er als Mitglied der venezianischen Malergilde registriert. In den 1720er Jahren entwickelte er sich dann zu einem der gefragtesten Historienmaler Venedigs. Zu seinen Auftraggebern gehörten u. a. Zaccaria Sagredo und Johann Matthias von der Schulenburg. Im Auftrag von Clemens August von Wittelsbach, Kurfürst von Köln und Hochmeister des Deutschen Ordens, führte er 1735 eine „Himmelfahrt Mariens“ für die Kirche des Ordens in Sachsenhausen/Frankfurt am Main aus (heute Paris, Musée du Louvre). Seit den frühen 1740er Jahren unterhielt Piazzetta eine große Werkstatt. Sein Œuvre umfasst vor allem religiöse Darstellungen, aber auch Szenen aus der römischen Geschichte („Tod des Darius“, Ca’ Rezzonico, Venedig; „Mucius Scaevola“ für den Palazzo Barbaro) und Genrebilder („Pastorale“, The Art Institute, Chicago; „Ländliche Idylle“, Wallraf-Richartz-Museum, Köln). Er schuf auch eine Vielzahl an Zeichnungen. Am bedeutendsten sind seine nach der Natur gezeichneten „Charakterköpfe“, die schon zu seinen Lebzeiten als autonome Kunstwerke gesammelt wurden. Daneben fertigte er außerdem Vorlagen für Druckgraphik an, u. a. Illustrationen für eine 1745 von Giambattista Albrizzi gedruckte Ausgabe von Torquato Tassos „La Gerusalemme Liberata“.

3 Werke von Giovanni Battista Piazzetta

Personen, die mit Giovanni Battista Piazzetta in Verbindung stehen

Werke, die mit Giovanni Battista Piazzetta in Verbindung stehen