Nach oben

Gerrit Dou

Maler und Zeichner

Geboren
1613 in Leiden
Gestorben
1675 in Leiden

3 Werke von Gerrit Dou

2 Werke nach Gerrit Dou

Biografie

Am 7. April 1613 wurde Gerrit Dou als Sohn des Glasmachers Douwe Jansz. und seiner Frau Marijtgen Jansdr. in Leiden geboren. Der Beruf des Vaters legte die künstlerische Ausbildung von Gerrit fest, der 1622 zu Bartholomeus Dolendo geschickt wurde, um die Grundzüge der Zeichenkunst zu erlernen. Seine Ausbildung als Glasmaler schloss er bei Pieter Couwenhorn ab, dem wichtigsten Konkurrenten des Vaters. 1625 und 1627 wurde Dou in die Register der Glasmachergilde in Leiden eingetragen. Bereits im folgenden Jahr brach er diese Tätigkeit ab und trat am 14. Februar in die Werkstatt von Rembrandt Harmensz. van Rijn ein. Dort verblieb er drei Jahre, bis Rembrandt 1631 Leiden verließ. Die kleinformatigen, preziosenhaft wirkenden Gemälde, auf die sich Dou in den folgenden Jahren spezialisierte, fanden schnell enthusiastische Würdigung, so bei dem Kunstliteraten Philips Angel. Ein wichtiger finanzieller Gönner war der aus Delft stammende Pieter Spiering, der als Botschafter in Diensten der schwedischen Königin stand. Er sammelte Werke von Dou und vermittelte zahlreiche auch nach Schweden. Am 23. Juni 1669 besuchte Cosimo III. de' Medici während seiner Holland-Reise den Maler in dessen Werkstatt. Mehrere von Dous Gemälden befanden sich auch unter den Geschenken, die Karl II. von England anlässlich seiner Thronbesteigung von den Generalstaaten überreicht wurden. Das große gesellschaftliche Ansehen von Dou zeigt sich auch darin, dass er 1648 zu den Mitbegründern der Leidener St. Lukasgilde gehörte und in der Schützengilde das Amt des „vaendrager“ ausübte. Am 13. August 1657 setzte Dou erstmalig ein Testament auf. Offenbar schwer erkrankt, wollte der unverheiratet gebliebene Maler am 23. November 1669 den Großteil seines Vermögens seiner Nichte Antonia van Toi vermachen, die in den letzten Jahren bei ihm gelebt hatte. Doch noch einmal änderte der Maler am 24. Dezember 1674 seinen Willen und überließ seiner Halbschwester „Trijntje" Vechters sein Haus. Am 9. Februar 1675 wurde Gerrit Dou in der Leidener St. Pieterskerk begraben. Der Umfang seines Nachlasses und die Höhe der darauf zu entrichtenden Erbschaftssteuer lassen auf einen großen Wohlstand schließen, den der Maler zu Lebzeiten erworben hatte. Dou gilt als Begründer der Leidener Feinmalerei. Zu seinen Schülern zählen Gabriel Metsu, Abraham de Pape, Frans van Mieris d. Ä. und Godfried Schalcken. Im Frühwerk orientiert sich Dou noch eng an den biblischen Figurentypen von Rembrandt, wendet sich aber in Absetzung von seinem Lehrer in der Folgezeit vor allem der Genremalerei zu. Nur wenige Portraits von seiner Hand sind erhalten. Dass Dou nach der Mitte der 1640er Jahre vor allem Selbstbildnisse schuf, liegt möglicherweise in seiner legendär langsamen Arbeitsweise begründet.

Personen, die mit Gerrit Dou in Verbindung stehen

Werke, die mit Gerrit Dou in Verbindung stehen