Who will be in in '99?, Rosemarie Trockel
Rosemarie Trockel
Who will be in in '99?
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Rosemarie Trockel

Who will be in in '99?, 1988


Künstler
210,5 x 161,6 cm
Material und Technik
Wolle
Inventarnummer
DB042
Erwerbung
Sammlung Deutsche Bank im Städel Museum
Status
Ausgestellt, Untergeschoss, Gegenwartskunst, Raum 2

Texte

Über das Werk

Das Strickbild „Who will be in in '99?“ verweist in seiner Materialität auf eine häuslich und weiblich konnotierte Sphäre und ist als feministischer Kommentar auf die männlich dominierte Kunstgeschichte zu lesen. Format und exakte Maschen lassen eine industrielle Herstellung durch computergesteuerte Strickmaschinen vermuten. Darin schließt RosemarieTrockel an eine von der handwerklichen Beteiligung des Künstlers unabhängige Praxis an. In Gegensatz zum Strickhandwerk tritt die Reproduzierbarkeit ihrer Bilder. Der titelgebende Schriftzug bezieht sich auf die in den 1980er-Jahren aufkommenden Künstler-Ranking-Listen. Während dieser nach dem Kunststar der Zukunft fragt, zitiert die Kreuzform Kasimir Malewitschs suprematistische Malerei und damit ein zentrales Werk der Moderne. Die Ausführung des angeeigneten Gemäldes in Wolle zerstört dessen wesentliche Charakteristika und die Selbstreferenzialität der modernen Malerei. Trockels Arbeit erzeugt ein spannungsreiches Beziehungsnetz aus Handwerk und Maschine, Kunstgeschichte und Popkultur, Vergangenheit und Zukunft.

Video

Mirna Funk x „Who will be in in '99?” von Rosemarie Trockel | STÄDEL MUSEUM
Die Schriftstellerin Mirna Funk stellt mit ihrem ganz persönlichen Blick Rosemarie Trockels Werk „Who will be in in '99?” (1988) vor. Sie erläutert, was hinter dem Strickbild und dem schwarzen Kreuz steckt und zeigt, was Feminismus mit Mut zu tun hat. Was erzählt uns die Kunst von gestern über das Heute? Und was hat das eigentlich alles mit mir zu tun? Die Filmreihe „Meinungsbilder“ verknüpft historische Zusammenhänge ausgewählter Kunstwerke mit aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. Mehr Informationen zur großen kulturellen Bildungsinitiative „Meinungsbilder. Anders sehen. Einander verstehen“ unter https://www.staedelmuseum.de/de/meinungsbilder #staedel #meinungsbilder
Gastkommentar: Geschlechter Verhältnisse in der Moderne mit Historikerin Ute Frevert
Was sieht eine Historikerin und Bildungsforscherin in den Werken der Städel Sammlung? In diesem Gastkommentar eröffnet Ute Frevert (Direktor am Max-Planck-Institut für für Bildungsforschung) ihre individuelle Sichtweise auf die Kunstwerke im Städel Museum. Sie schaut sich Monets "Mittagessen" an und nimmt die gezeigte Familienidylle in Bezug auf die Geschlechterverhältnisse genau in Betracht. Am Beispiel von Rosemarie Trockels "Who will be in in '99" blickt sie auf das Material aus dem das Werk gemacht ist und untersucht die Konnotationen von Handarbeit. Mehr Infos unter: https://www.staedelmuseum.de/de/angebote/gastkommentar Die Werke in unserer Digitalen Sammlung Monet, Mittagessen (1868 – 1869): https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/das-mittagessen Rosemarie Trockel, Who will be in in '99 (1988): https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/who-will-be-in-in-99

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Letzte Aktualisierung

14.05.2024