Mädchenkopf, Paula Modersohn-Becker
Paula Modersohn-Becker
Mädchenkopf
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Paula Modersohn-Becker

Mädchenkopf, ca. 1906


Maße
24,5 x 21,0 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
SG 1138
Erwerbung
Erworben 1953
Status
Ausgeliehen

Texte

Über das Werk

Starr schaut das Mädchen am Betrachter vorbei. Ohne Glanz in den Augen oder ein Lächeln auf den Lippen entzieht es sich durch den seitlichen Blick der Intimität des Bildausschnitts. Die Unzugänglichkeit des Kindes spiegelt sich in der vereinfachten Formgebung wider: Wie ein Kreis ist sein Gesicht frontal im viereckigen Rahmen eingespannt. Dem geschlossenen, geometrischen Bildaufbau fehlt jegliches narrative Element. So bleibt das Mädchen in seiner ernsten Stille. Anstelle eines idealisierten Kinderporträts zeigt Modersohn-Becker, deren Formreduktion stark von Cézanne und Gauguin beeinflusst wurde, ein unergründbares Individuum.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Mädchenkopf
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
© Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: U. Edelmann
Erwerbung
Erworben 1953

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv

Iconclass

Primär
  • 31D11222 Mädchen (Kind zwischen Kleinkindalter und Jugend)
  • 31A221(+1) Kopf (als Teil des menschlichen Körpers) (+ Vorderansicht)
  • 31AA241(+1) normale, aufrechte Haltung des Kopfes - AA - weibliche Figur (+Vorderansicht)

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Willy Wiegand (1884-1961), Bremen und München, seit 1911
Kunstkabinett Hans Klihm, München
verkauft an die Städtische Galerie, Frankfurt am Main, Juni 1953.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

19.01.2022