Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus, Max Liebermann
Max Liebermann
Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus
Nach oben

Max Liebermann 1847 – 1935

Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus, 1881 – 1882


Maße
78,5 x 107,5 cm
Äußere Beschreibung
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
1351
Erwerbung
Erworben 1900, gestohlen 1945 am Auslagerungsort, wiedererworben 1964, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Status
Ausgestellt

Texte

Über das Werk

In konservativen Kreisen wurde Liebermann als „Apostel des Hässlichen“ geschmäht. Dennoch erwarb der Städelsche Museums-Verein gleich nach seiner Gründung 1899 dieses frühe Schlüsselwerk und bewies damit Mut und Weitsicht. Liebermann hatte im Hof des Amsterdamer„Burgerweeshuis“ die Bewohnerinnen skizziert. Erst später führte er das Gemälde in seinem Münchener Atelier aus. Mit diesem Bild wandte sich Liebermann vom brauntonigen Realismus ab und orientierte sich mehr an der aufgelockerten Palette des Impressionismus.

Über die Schenkung

Unter der Leitung der einflussreichen Persönlichkeit Leopold Sonnemanns, Reichstagsabgeordneter sowie Gründer und Besitzer der Frankfurter Zeitung, wurde der Städelsche Museums-Verein als Institution der kollektiven Kunstförderung 1899 ins Leben gerufen. Ihr Ankaufsdebut feierten die ca. 80 Vereinsmitglieder 1900 mit dem Erwerb des damals kontrovers diskutierten Gemäldes von Max Liebermann Der Hof des Waisenhauses in Amsterdam. Der Berliner Maler war der Hauptvertreter des deutschen Impressionismus und damit konträr zur kaiserlichen Kunstvorstellung, die sich in Schlachtenbildern und öffentlichen Siegesmonumenten widerspiegelte. Aber auch in den eigenen Reihen des Vereins stieß das Gemälde auf Ablehnung. Sonnemann reagierte prompt: Er verbürgte sich, privat einen Teil der Ankaufskosten zu übernehmen und drohte zugleich mit seinem Rücktritt. Angesichts dieser radikalen Maßnahme lenkte man ein und die Moderne hielt mit diesem Gemälde Einzug ins Museum.

Audio & Video

  • 01:07
    Basisinformationen
  • 01:34
    Fokus Frankfurt
  • 01:27
    Kunst für Kinder
  • 02:28
    Highlights im Städel

Werkdaten

Basisdaten

Künstler
Ort
Zeitraum
Stilrichtung
Objektart
Äußere Beschreibung
Öl auf Leinwand
Technik
Material
Beschriftung zum Zeitpunkt der Herstellung
Signiert unten rechts: M. Lieberman

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Eigentümer
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Bildrechte
© Städel Museum
Erwerbung
Erworben 1900, gestohlen 1945 am Auslagerungsort, wiedererworben 1964, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Assoziierte Personen und Institutionen

IconClass

Primär
Sekundär
  • 41A51 Hof(raum)
  • 41D443 (andere Formen von) Handarbeit; z.B.: häkeln, stricken, sticken
  • 41D2(+82) Kleidung, Tracht (Mantel, Umhang, Kleid, Festkleid, Haartracht, Hosen, Rock, Schürze, Schuhwerk, Spezialkleidung, Nachtgewänder, Accessoires (+Kleidung für Frauen)

Bezug zu anderen Werken

  • Alle
  • Assoziation
  • Motiv
  • Stimmung
  • Wirkung

Mehr zu entdecken

Kontakt

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Informationen zu diesem Werk?

Letzter Import

23.11.2017