Alter Fischer mit Tochter, Edvard Munch
Edvard Munch
Alter Fischer mit Tochter
EN
Nach oben

Edvard Munch

Alter Fischer mit Tochter, 1902


Maße
48,5 x 66,5 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
2096
Erwerbung
Erworben 1964 als Schenkung von Marga und Kurt Möllgaard, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Sie sind nah beieinander und doch jeder für sich. Verstörend isoliert hat Munch den alten Fischer und seine Tochter ins Bild gesetzt. Auch mit dem Betrachter nehmen die Figuren trotz ihrer frontalen Platzierung keinen Blickkontakt auf. Gedankenversunken und mit melancholischem Ausdruck schauen sie ins Leere. Das ernste, vom hellen Haarschopf gerahmte Gesicht des Mädchens wirkt dabei fast so lebenserfahren wie das des Vaters mit den wettergegerbten Zügen. Die psychologische Durchdringung des Paars gewinnt durch die Ausschnitthaftigkeit des Bildes und den monochromen Hintergrund eine besondere Intensität.

Über die Erwerbung

Das Frankfurter Unternehmerehepaar Dr. Kurt und Marga Möllgaard begann nach 1945 moderne Kunst zu sammeln. Ab 1964 schenkten sie Teile ihrer Kollektion an den Städelschen Museums-Verein. Kurt Möllgaard kommentierte sein Tun: „Wir haben damit bewusst eine Tradition fortgesetzt, die auch in besonderem Maße von jenen Frankfurtern gepflegt worden ist, die nach 1933 ihre Heimat verlassen mussten.“ 1987 gründete Kurt Möllgaard die bis heute aktive Kurt und Marga Möllgaard-Stiftung.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Alter Fischer mit Tochter
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert oben links: EMunch (EM ligiert)
Werkverzeichnis
  • Woll 2008, Nr. 525

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1964 als Schenkung von Marga und Kurt Möllgaard, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv

Iconclass

Primär
  • 61BB112(+52) Darstellung einer anonymen historischen Person in einem Doppelporträt - Frau (+ Brustbild)
  • 31D13 Mädchen, junge Frau
  • 31D13(+1) Mädchen, junge Frau (+Vorderansicht)
  • 61B112(+52) Darstellung einer anonymen historischen Person in einem Doppelporträt (+ Brustbild)
  • 31D14 erwachsener Mann
  • 31D14(+1) erwachsener Mann (+Vorderansicht)
  • 43C128 Fischer, Angler
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
...
Max Emden (1874-1940), Hamburg, 1907
Verst. durch H. Ball und P. Graupe, Berlin, 9. Juni 1931 (Los-Nr. 53)
...
deutsche Privatsammlung, seit mind. 1954
...
Meta Gadesmann (1881-1962), Frankfurt/Rottach-Egern
Nachlass Meta Gadesmann, 1962
erworben durch den Städelschen Museums-Verein e.V., Frankfurt am Main 1964.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

Konservierung und Restaurierung

Zu diesem Werk liegt ein kunsttechnologischer Befund bzw. eine Dokumentation zu Konservierung und Restaurierung vor. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an .

Mehr zu entdecken

Kontakt

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Informationen zu diesem Werk?

Letzte Aktualisierung

01.02.2023