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Heinz Mack

Maler, Objektkünstler und Bildhauer

Geboren
1931 in Lollar

Biografie

Heinz Mack besucht in Gießen das Gymnasium und erhält bereits als Kind Klavierunterricht. Von 1950 bis 1953 studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf und erlangt das Staatsexamen in Kunst- und Werkerziehung. Von 1953 bis 1956 studiert Mack außerdem Philosophie an der Universität zu Köln. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Studienrat. Seine erste Einzelausstellung findet 1957 in der Galerie Schmela in Düsseldorf statt. Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Otto Piene (1928–2014) organisiert Mack ab 1957 eine Reihe sogenannter „Abendausstellungen“, die im Atelier von Otto Piene in der Gladbacher Straße 69 in Düsseldorf stattfinden. Der Begriff „ZERO“, der auch als Titel für die drei Ausgaben ihrer in Düsseldorf publizierten Zeitschrift verwendet wird, findet in diesem Zusammenhang 1958 erstmals Anwendung. Die Künstler des ZERO-Umfelds beziehen die Straße und den öffentlichen Raum mehrfach in ihre als „Demonstrationen“ betitelten Aktionen mit ein. So organisieren sie anlässlich der Veröffentlichung der Zeitschrift „ZERO 3“ am 05. Juli 1961 ein „ZERO-Fest“ vor der Galerie Schmela in Düsseldorf, am 17. Mai 1962 folgt eine von Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker veranstaltete „ZERO-Demonstration“ auf den Düsseldorfer Rheinwiesen und im Februar 1964 nehmen sie mit einem „ZERO-Prunkwagen“ am Rosenmontagsumzug teil. 1959 formuliert Mack das sogenannte „Sahara-Projekt“ und installiert ab 1962 in den Wüsten Afrikas mehrfach den „Jardin artificiel“. 1968 entsteht der prämierte Film „Tele-Mack“, in dem der Künstler die Energie und die Kraft des Lichts erforscht und dokumentiert. Zwischen 1964 und 1966 lebt Mack hauptsächlich in New York. 1970 ist er Gastprofessor an der Osaka University of Arts. Er ist in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, unter anderem beteiligt er sich an der documenta 2 (1959), 3 (1964), 4 (1968) und 6 (1977) sowie an der 35. Biennale von Venedig (1970) und folgenden Ausstellungen: „Festival d’art d’avantgarde“, Grand Palais, Paris (1960), „Nove tendencije“ 1 und 2, Galerija suvremene umjetnosti, Zagreb (1961, 1963), „Nul“, Stedelijk Museum, Amsterdam (1962), „Zero-Demonstration“, Institute of Contemporary Arts, London (1964), „Licht und Bewegung“, unter anderem Kunsthalle Bern (1965), „The Responsive Eye“, The Museum of Modern Art, New York (1965), Weltausstellung in Montreal (1967) und in Osaka (1970), „Prospect: Retrospect. Europa 1946–1976“, Städtische Kunsthalle Düsseldorf (1976), Skulptur-Projekte, Münster (1977), „Westkunst. Zeitgenössische Kunst seit 1939“, Rheinhallen, Köln (1981), „Deutsche Kunst 1945–1985“, Neue Nationalgalerie, Berlin (1985), „Berlin – Moskau/Moskau – Berlin“, Martin-Gropius-Bau, Berlin/Tretjakow-Galerie, Staatliches Historisches Museum, Moskau (2003/04), „Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945 bis 1989“, Los Angeles County Museum of Art/Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg/Deutsches Historisches Museum, Berlin (2009) und „ZERO. Countdown to Tomorrow, 1950s–60s“, Solomon R. Guggenheim Museum, New York (2014). Weiterhin wird das Werk Macks in umfassenden Einzelpräsentationen gezeigt: Galerie Iris Clert, Paris (1959), Galleria Azimut, Mailand (1960), Howard Wise Gallery, New York (1966), Museum Folkwang, Essen (1971), Akademie der Künste, Berlin (1972), Musée d’Art moderne de la Ville de Paris (1973), Galerie Holtmann, Köln (1981, 1987), Galerie Denise René Hans Mayer, Düsseldorf (1985), Jüdisches Museum, Wien (1993), Muzeum Narodowe, Wrocław (1997), Tehran Museum of Contemporary Art (2001), Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen (2002), Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (2011), Museum Frieder Burda, Baden-Baden (2015) und Sakip Sabanci Museum, Istanbul (2016). Im Dezember 2008 entsteht mit finanzieller Unterstützung der Stadt Düsseldorf die ZERO foundation, eine Kooperation zwischen Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker und der Stiftung Museum Kunstpalast. Mack erhält zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis der Stadt Krefeld (1958), den Premio Marzotto (1963), den Großen Kulturpreis des Rheinischen Sparkassenverbands (1992), das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern (2011) und die Moses Mendelssohn Medaille (2017).

2 Werke von Heinz Mack

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