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Gerhard Hoehme

Maler, Grafiker, Zeichner, Objektkünstler und Hochschullehrer

Geboren
1920 in Greppin
Gestorben
1989 in Neuss

Ein Werk von Gerhard Hoehme

Video

  • Kunst nach 1945: Gerhard Hoehme
    In dieser Folge unserer Filmreihe „Kunst nach 1945" stellt Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst im Städel Museum, mit Gerhard Hoehme (1920-1989) einen außergewöhnlichen deutschen Künstler und wichtigen Vertreter des deutschen Informel vor. Die Arbeit „Zimbal" aus dem Jahr 1966 gehört zu einer Gruppe von dreidimensionalen Bildern, die ab 1964 entstanden. Hoehme gestaltete seine Malerei nicht mehr als plane Fläche, sondern das Bild besteht aus einem weiß grundierten, 12 cm tiefen Holzkasten, in dem farbige, gegeneinander verspannte und an Nägeln befestigte Nylonschnüre angebracht sind. Das Verschmelzen von Malerei und Objekt, von Raum und Bild ist Ausdruck eines neu entwickelten Werkbegriffs und vermittelt zwischen der Malerei des Informel und der Objektkunst der 1960er. http://www.staedelmuseum.de/de#youtube

Biografie

Gerhard Hoehme wird 1920 in Greppin bei Bitterfeld geboren. Er dient als Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg. 1948 beginnt Hoehme ein Grafikstudium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. 1951 zieht er nach Düsseldorf und studiert dort ab 1952 beim Grafiker Otto Coester an der Kunstakademie. Hoehme orientiert sich mithilfe des deutschen Kunstkritikers Jean-Pierre Wilhelm nach Paris. Zu seinem Freundeskreis zählen unter anderem Künstler wie Jean Fautrier oder Jean Dubuffet sowie der Dichter Paul Celan. In den 1950er-Jahren wird Hoehme zu einem stilprägenden Vertreter des Informel. Er steht der Düsseldorfer Künstlervereinigung Gruppe 53 vor. 1954 erhält er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1956 findet die erste große Einzelausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld statt. Mit seiner Unterstützung betreibt Jean-Pierre Wilhelm bis 1960 die Galerie 22. 1959 beteiligt Hoehme sich an der documenta 2 und wird Stipendiat der Villa Massimo in Rom, wo er unter anderem die Künstler Alberto Burri, Cy Twombly und Robert Motherwell kennenlernt. Von 1960 bis 1984 lehrt er an der Kunstakademie Düsseldorf. Als Professor für freie Malerei ab 1965 unterrichtet er unter anderem Sigmar Polke und Chris Reincke. Hoehme stirbt 1989 in Neuss.

Personen, die mit Gerhard Hoehme in Verbindung stehen

Gruppen und Institutionen, zu denen Gerhard Hoehme gehört