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Antoine Caron

Maler

Geboren
1521 in Beauvais
Gestorben
1599 in Paris

Biografie

Carons Name findet sich zuerst zwischen 1540 und 1550 in den königlichen Rechnungen für Fontainebleu, nachdem er bereits mit Entwürfen für Glasmalereien in Beauvais seine Begabung für die Dekoration und seine Neigung zu den angewandten Künsten unter Beweis gestellt hatte. Seit 1559 gehörte er mit zunehmender Verantwortlichkeit der Künstlerequipe Primaticcios an und wurde zur Restaurierung der Galerie François I. und anschließend, wie auch Niccolo dell’Abbate, zur Ausmalung verschiedener Gemächer herangezogen.

Obwohl Caron immer wieder für den Hof, insbesondere als Gestalter von Festdekorationen, tätig war und entsprechende Ämter bekleidete, arbeitete er seit den 1560er Jahren relativ unabhängig und mit wachsendem Ansehen. Er pflegte Kontakt zu den Pariser Gelehrten und Literaten, unter deren Einfluss er in seiner sogenannten „docte peinture“ die Ereignisse seiner von Glaubenskriegen erschütterten Zeit allegorisierend und historisierend behandelte. Von großer Bedeutung war für ihn die Bekanntschaft mit dem Apotheker und Humanisten Nicolas Houel, dessen 1562 datiertes, zu Ehren der Katharina Medici verfasstes Manuskript „L’Histoire d’Artemise“ er mit Zeichnungen illustrierte, ebenso wie die folgende „Histoire francoyse de nostre temps“. Die Zeichnungen der ersteren wurden später zu Kartons für Tapisserien benutzt.

Seine letzten Jahre verbrachte Caron in der Rue Montorgueil, dem Quartier der Pariser Stecher und Holzschneider. Für diese gestaltete er die Geschichte der Esther und illustrierte Bilder nach Philostrat, die erst posthum veröffentlicht wurden.

Ein Werk von Antoine Caron

Gruppen und Institutionen, zu denen Antoine Caron gehört