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Sebald Beham

Illustrator, Kupferstecher, Grafiker, Zeichner, Maler, Entwurfszeichner, Radierer und Ornamentzeichner

Geboren
1500 in Nürnberg
Gestorben
1550 in Frankfurt am Main
Stilrichtung
Renaissance

Biografie

Sebald Beham erhielt seine Ausbildung um das Jahr 1514 in Nürnberg im Umkreis Albrecht Dürers, vielleicht sogar in dessen Werkstatt. Später war er Lehrer seines um zwei Jahre jüngeren Bruders Barthel Beham. Seit 1518 entstanden zahlreiche Stiche sowie Holzschnitt-Risse u. a. zu Flugblättern mit Texten von Hans Sachs. Beham entwickelte sich zum führenden Künstler der reformatorischen Propagandagraphik. Im Jahre 1525 wurden die Brüder Beham zusammen mit Georg Pencz wegen reformatorischer Ideen und freigeistiger Äußerungen für kurze Zeit der Stadt verwiesen. Beham widmete sich der Fertigung von Ornamentstichen, die vorbildhaft für das zeitgenössische Kunsthandwerk wurden. 1528 veröffentlichte er, trotz Verbot des Nürnberger Rates, theoretische Schriften zur Proportionslehre, in denen er Vorarbeiten Dürers unrechtmäßig verwendete. Nach 1531 war Beham in Frankfurt am Main ansässig, wo er u. a. für den Kardinal Albrecht von Brandenburg tätig war. Große Bekanntheit erlangte er mit seinen im Jahre 1533 für den Frankfurter Verleger Christian Egenolff angefertigten Bibelillustrationen. 1540 erhielt er das Frankfurter Bürgerrecht. 1546 erschien sein, abermals an Dürers Vorbild angelehntes, „Kunst- und Lehrbüchlein Malen und Reißen zu lernen“. Behams Bedeutung liegt vorwiegend auf dem Gebiet der Druckgraphik, als Maler tritt er im Gegensatz zu seinem Bruder Barthel Beham kaum in Erscheinung. Er zählt als sogenannter Kleinmeister zu den produktivsten Zeichnern und Graphikern der Renaissance.

Ein Werk von Sebald Beham

Personen, die mit Sebald Beham in Verbindung stehen