Zwei Frauen mit Waschbecken; Die Schwestern, Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner
Zwei Frauen mit Waschbecken; Die Schwestern
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Ernst Ludwig Kirchner

Zwei Frauen mit Waschbecken; Die Schwestern, 1913


Maße
121,0 x 90,5 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
2066
Erwerbung
Erworben 1959 von Werner Hagemann, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Status
Ausgestellt

Texte

Über das Werk

Großstädtisches Flair umgibt die modisch gekleideten und aufwendig geschminkten Damen. Kirchner lernte die Schwestern Erna und Gerda Schilling 1912 in Berlin kennen. Die gezierte Art und mondäne Kleidung der Frauen taucht auch bei den Kokotten in Kirchners Straßenszenen auf. Vermutlich gingen die Schwestern ebenfalls gelegentlich der Prostitution nach. Das prominent in den Fokus gerückte Händewaschen lässt sich als Reinigung nach einem sexuellen Akt verstehen. Dass die affektierte Geste wie ein „sich waschen in Unschuld“ wirkt, verleiht der Szene einen pikanten Unterton.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Zwei Frauen mit Waschbecken; Die Schwestern
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert links unter der rechten Hand der Dame in Rosa: E. L. Kirchner

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Eigentümer
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Bildrechte
© Städel Museum
Erwerbung
Erworben 1959 von Werner Hagemann, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Iconclass

Primär
  • 61BB2(SCHILLING, Erna)12(+54) historische Person (SCHILLING, Erna) - BB - Frau - Darstellung einer historischen Person (SCHILLING, Erna) in einem Doppelporträt (+ dreiviertelfiguriges Porträt)
  • 61BB2(SCHILLING, Gerda)12(+55) historische Person (SCHILLING, Gerda) - BB - Frau - Darstellung einer historischen Person (SCHILLING, Gerda) in einem Doppelporträt (+ ganzfiguriges Porträt)
  • 31AA235(+3) sitzende Figur - AA - weibliche Figur (+ Seitenansicht, Profil)
  • 42G2222 Schwestern (Familienverwandtschaften zweiten Grades)
  • 41A2415 Krug und Waschschüssel; Waschbecken
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
...
Eduard Simon-Wolfskehl, Frankfurt
Kunsthandlung Marcel Goldschmidt, Frankfurt
verkauft an Carl Hagemann (1906-1940), Frankfurt, 1930
Nachlass Carl Hagemann, 1940
Depositum im Städel Museum, Frankfurt, 1941
verkauft an den Städelschen Museums-Verein, Frankfurt am Main, 1959.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzter Import

26.11.2018