Umschlag der IV. Jahresmappe der Künstlergruppe „Brücke“ (Schmidt-Rottluff), Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner
Umschlag der IV. Jahresmappe der Künstlergruppe „Brücke“ (Schmidt-Rottluff)
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Ernst Ludwig Kirchner

Umschlag der IV. Jahresmappe der Künstlergruppe „Brücke“ (Schmidt-Rottluff), 1909


Blatt (ganzer Bogen)
553 x 824 mm
Druckstock
398 x 300 mm
Material und Technik
Holzschnitt in Rot auf Velinpapier, mittig gefalzt
Inventarnummer
66425
Objektnummer
66425 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Anfrage zur Vorlage im Studiensaal der Graphischen Sammlung

Texte

Über das Werk

Zur Förderung und Vermittlung ihrer Kunst nahmen die „Brücke“-Künstler seit Gründung auch ‚passive‘ Mitglieder auf, darunter den Grafiksammler Gustav Schiefler (1857–1935) sowie die Kunsthistoriker Rosa Schapire (1874–1954) und Wilhelm Niemeyer (1874–1960). Für einen jährlichen Beitrag erhielten diese ‚passiven‘ Mitglieder zwischen 1906 und 1912 Jahresmappen mit Originalgrafiken, die ab 1909 von je einem Künstler der Gruppe geschaffen wurden. Das Titelblatt auf dem Umschlag gestaltete ein Kollege. Die „Brücke“ präsentierte sich damit als Vereinigung gemeinsam tätiger, aber dennoch eigenständiger Künstler. Die Wahl des Holzschnitts als Technik für den Umschlag war dabei programmatisch. Selbst Otto Mueller, der so gut wie nie in Holz schnitt, gestaltete die Mappe zu Pechstein in dieser Technik.

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Werkinhalt

Forschung und Diskussion

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Letzte Aktualisierung

06.11.2026