Selbstbildnis, zeichnend, Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner
Selbstbildnis, zeichnend
EN
Nach oben

Ernst Ludwig Kirchner

Selbstbildnis, zeichnend, April 1916


Blatt
581 x 416 mm
Platte/Bild
404 x 309 mm
Material und Technik
Radierung und Flächenätzung in Schwarz auf Blotting, Eigendruck (Druckplatte: Zink)
Inventarnummer
65687
Objektnummer
65687 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Selbstbildnis, zeichnend
Künstler
Entstehungszeit
Objektart
Material und Technik
Radierung und Flächenätzung in Schwarz auf Blotting, Eigendruck (Druckplatte: Zink)
Material
Technik
Geografische Einordnung
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Bezeichnet unterhalb der Darstellung links (mit Bleistift): Eigendruck
Signiert von Erna Schilling unterhalb der Darstellung rechts (in Braun): E. L. Kirchner.
Nachträgliche Beschriftung
Nummeriert unten links (mit Bleistift): 55
Verso bezeichnet und nummeriert unten links (mit Kopierstift): Nr. 21 DrHagemann; darüber nummeriert (mit Bleistift): 366.
Verso mittig rechts bezeichneter Aufkleber zur Eintragung von Name und Titel (in Schwarz): [Name......] Kirchner / [Titel......] Selbstportrait
Verso mittig links Stempel des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt am Main (Lugt 2356), mit zugehöriger Inventarnummer
Wasserzeichen
  • Egoutteurwasserzeichen entlang des oberen Blattrandes: [Winter]thur Silk Blotting Huber Frères Winterthur [alles in Versalien]
Werkverzeichnis
  • Gercken 780 II (von III)
  • Dube R. 218 II (von III)
  • Schiefler R. 207

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Dargestellte Personen

Iconclass

Primär
  • 48B3 Porträt, Selbstporträt eines Künstlers
  • 61B2(KIRCHNER, Ernst Ludwig)11(+521) Ernst Ludwig Kirchner - Porträt einer historischen Person (allein) (+ Brustbild, Vorderansicht (Porträt))
  • 48B1 der arbeitende Künstler (in seiner Werkstatt, seinem Atelier)
  • 48C521 der arbeitende Zeichenkünstler
  • 31D14 erwachsener Mann
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Davos
Schenkung an Carl Hagemann (1867-1940), Frankfurt am Main, 1922
Nachlass Carl Hagemann, Frankfurt am Main,1940
Schenkung der Erben an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1948.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

Mehr zu entdecken

Kontakt

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Informationen zu diesem Werk?

Letzte Aktualisierung

19.02.2024