Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume), Pierre Puvis de Chavannes
Pierre Puvis de Chavannes
Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume)
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Pierre Puvis de Chavannes

Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume), 1869


Maße
156,5 x 105,5 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
1457
Erwerbung
Erworben 1910, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Status
Ausgestellt, 1. Obergeschoss, Kunst der Moderne, Raum 6

Texte

Über das Werk

Sündhaft fleischlich oder asketisch büßend ? Die Darstellung der reuigen Sünderin Maria Magdalena erlaubt beide Betrachtungsweisen. Bei Puvis de Chavannes wirkt die Büßerin vor karger Landschaft fast wie eine abstrakte, allegorische Figur. Ihre Sinnlichkeit beschränkt sich auf die vom langen Haar umrahmte nackte Brust – ein Motiv, das durch den Totenkopf und ihren starren Blick wieder gebrochen wird. Zeitgleich mit den Impressionisten schuf der Künstler klar komponierte Stimmungsbilder von klassischer Monumentalität.

Audio

  • Basisinformationen
    01:11
  • Fokus Kunstgeschichte
    01:54
  • Fokus Kulturgeschichte
    01:59
  • Focus on cultural history
    01:44

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume)
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert unten links (in Braun): Puvis de Chavannes
Werkverzeichnis
  • Brown Price 2010, Nr. 174

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1910, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Dargestellte Personen
Assoziierte Personen und Institutionen
Literarische Quelle
  • Die Legenda aurea des Jacobus de Voragine, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg 1984, S. 477

Iconclass

Primär
  • 11HH(MARY MAGDALENE)36 die hl. Maria Magdalena als Büßerin (häufig vor einer Höhle, manchmal vor der Grotte von Sainte-Baume); ihr langes Haar bedeckt ihren (nackten) Körper, sie liest, meditiert oder blickt mit tränenerfüllten Augen gen Himmel
  • 31F11 Totenkopf, Totenschädel (als Symbol des Todes)
Sekundär
  • 25H112 Felsen
  • 25F41 Eidechsen
  • 31AA2311 Kontrapost; Standbein und Spielbein - AA - weibliche Figur
Assoziativ

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Paul Durand-Ruel, Paris
Verkauf an den Städelschen Museums-Verin e.V., Frankfurt am Main, 1910.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

01.02.2023