Mädchenakt mit Selbstbildnis. – Nacktes Mädchen mit Kette, Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner
Mädchenakt mit Selbstbildnis. – Nacktes Mädchen mit Kette
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Ernst Ludwig Kirchner

Mädchenakt mit Selbstbildnis. – Nacktes Mädchen mit Kette, 1903


Blatt
764 x 334 mm
Druckstock
436 x 237 mm
Material und Technik
Holzschnitt in Schwarz auf Papier
Inventarnummer
65578
Objektnummer
65578 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Mädchenakt mit Selbstbildnis. – Nacktes Mädchen mit Kette
Künstler
Entstehungszeit
Objektart
Material und Technik
Holzschnitt in Schwarz auf Papier
Material
Technik
Geografische Einordnung
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert und datiert unterhalb der Darstellung rechts (in Schwarz): E L Kirchner 03.; bezeichnet unterhalb der Darstellung links: Eigendruck; gewidmet unten mittig: Herrn Dr. Hagemann Jan [?] 32.
Nachträgliche Beschriftung
Nummeriert unten links (mit Bleistift): 13 [eingekreist]; rechts daneben: Sch 95
Verso nummeriert unten links (mit Bleistift): 457.
Verso unten links Stempel des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt am Main (Lugt 2356), mit zugehöriger Inventarnummer
Wasserzeichen
  • Nicht vorhanden
Werkverzeichnis
  • Gercken 268 II (von II)
  • Dube H. 128 II (von II)
  • Schiefler H. 95

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung

Iconclass

Primär
  • 31D15 erwachsene Frau
  • 31A die (nackte) menschliche Figur; Ripa: Corpo humano
  • 31A235 sitzende Figur
  • 41D2661 Halskette
  • 31AA222 Brust, Busen - AA - weibliche Figur
  • 31AA23 Haltungen, Stellungen der menschlichen Figur - AA - weibliche Figur

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Davos
Schenkung an Carl Hagemann(1867-1940), Frankfurt am Main 1932
Nachlass Carl Hagemann, Frankfurt am Main,1940
Schenkung der Erben an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1948.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

19.02.2024