Ins Meer Schreitender (Hans Gewecke), Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner
Ins Meer Schreitender (Hans Gewecke)
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Ernst Ludwig Kirchner

Ins Meer Schreitender (Hans Gewecke), 1913


Blatt
672 x 539 mm
Darstellung
595 x 505 mm
Material und Technik
Farblithografie von einem Stein in vier Arbeitsgängen in Violett, Schwarz (Zeichnung), Gelb und Blau auf glattem Velinpapier (nach Gercken: Stein E)
Inventarnummer
65657
Objektnummer
65657 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Ins Meer Schreitender (Hans Gewecke)
Künstler
Entstehungszeit
Objektart
Material und Technik
Farblithografie von einem Stein in vier Arbeitsgängen in Violett, Schwarz (Zeichnung), Gelb und Blau auf glattem Velinpapier (nach Gercken: Stein E)
Material
Technik
Geografische Einordnung
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert unterhalb der Darstellung rechts (mit Bleistift): E L Kirchner; bezeichnet unterhalb der Darstellung links: Eigendruck
Nachträgliche Beschriftung
Verso bezeichnet und nummeriert unten links (mit Kopierstift): Nr. 17 DrHagemann; nummeriert darüber (mit Bleistift): 988.
Verso unten links Stempel des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt am Main (Lugt 2356), mit zugehöriger Inventarnummer
Wasserzeichen
  • Nicht vorhanden
Werkverzeichnis
  • Schiefler L. 241
  • Dube L. 231
  • Gercken 625

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Dargestellte Personen

Iconclass

Primär
  • 61B2(GEWECKE, Hans)11(+55) Hans Gewecke - Porträt einer historischen Person (allein) (+ ganzfiguriges Porträt)
  • 25H2 Landschaften mit Gewässern (in der gemäßigten Zone), Seestücke
  • 25H2322 Meer
Sekundär
  • 23R14 die Nacht
  • 24B der Mond als Himmelskörper

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Davos
verkauft über die Galerie Schames, Frankfurt am Main an Carl Hagemann (1867-1940), Frankfurt am Main, 1922
Nachlass Carl Hagemann, Frankfurt am Main,1940
Schenkung der Erben an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1948.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

Bezug zu anderen Werken

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Letzte Aktualisierung

01.02.2023