Grätenwald, Max Ernst
Max Ernst
Grätenwald
EN
Nach oben

Max Ernst

Grätenwald, 1927


Maße
45,5 x 37,5 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
2548
Erwerbung
Erworben 2019 als Vermächtnis von Ulrike Crespo aus der Sammlung Karl Ströher
Status
Ausgestellt, 1. Obergeschoss, Kunst der Moderne, Raum 7

Texte

Über das Werk

Max Ernst, einer der Mitbegründer des Surrealismus, erhob den Zufall zum Gestaltungsmittel. Gefundenes aus Alltag und Natur wurde zum Rohmaterial seiner Kunst. Mit Hilfe von Durchreibe- und Abklatschverfahren schuf er so abstrakte Formen. Für „Grätenwald“ drückte er ausgestanzte, mit schwarzer Farbe bestrichene Bleche mehrfach in die noch feuchte Ölfarbe auf der Leinwand. Die dadurch entstandenen, grätenartigen Formen akzentuierte er anschließend in einem Ockerton. Schließlich ergänzte er sie um eine rote, sonnenartige Scheibe, durch die sich die Komposition in die Tiefe öffnet. So ergibt sich der Gesamteindruck eines ungeheuerlichen, dräuenden Waldes, ein Leitmotiv Max Ernsts.

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Fotografin, Psychotherapeutin und Stiftungsgründerin Ulrike Crespo (1950–2019) verdankt das Städel Museum über 90 Werke der Klassischen Moderne bis zu US-amerikanischen Pop Art. Die Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken von Wassily Kandinsky, Otto Dix, Oskar Schlemmer, Max Ernst, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen stammen ursprünglich aus der Sammlung ihres Großvaters, des Darmstädter Industriellen Karl Ströher (1890–1977), der nach dem Zweiten Weltkrieg eine umfassende Kunstsammlung aufbaute.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Grätenwald
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert unten rechts in Weiß: max ernst
Werkverzeichnis
  • Spies/Metken 1976, Nr. 1252

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Erwerbung
Erworben 2019 als Vermächtnis von Ulrike Crespo aus der Sammlung Karl Ströher

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Iconclass

Primär
  • 0 abstrakte, ungegenständliche Kunst
  • 49D322 ungerade Linie, gekrümmte Linie (in der Planimetrie, Geometrie)
  • 49D36 Kreis (in der Planimetrie, Geometrie)
Assoziativ

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Galerie Dr. Werner Rusche, Köln
verkauft an Karl Ströher, Darmstadt, 1954
Nachlass Karl Ströher, 1977
an seine Enkelin Ulrike Crespo (1950-2019), Frankfurt am Main
Vermächtnis an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 2019.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

Mehr zu entdecken

Alben

Kontakt

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Informationen zu diesem Werk?

Letzte Aktualisierung

07.12.2022