Eva, Emil Nolde
Emil Nolde
Eva
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Emil Nolde

Eva, 1910


Künstler
106 x 41 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
2086
Erwerbung
Erworben 1961 als Schenkung von Fritz Hagemann; ehemals Sammlung Carl Hagemann
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Umgeben von „Sonne, Glück und Blumenpracht“ malte Emil Nolde 1910 Adam und Eva im Garten Eden. Wenig später zerschnitt er das Paradiesbild und bewahrte nur die Darstellung der Urmutter Eva auf. Unbekleidet, allein und etwas verloren steht sie vor überdimensionierten Blumen. Nolde verband seine ausgesprochen subjektive Deutung des biblischen Motivs mit Anspielungen auf damals aktuelle Themen wie den idealisierenden Blick auf fremde Kulturen und das Motiv der (meist rothaarigen) Femme Fatale. Mit den ab 1909 entstandenen religiösen Gemälden gelang Nolde der Durchbruch.

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Werkinhalt

Forschung und Diskussion

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Letzte Aktualisierung

18.07.2024