Ergebung, Ottilie W. Roederstein
Ottilie W. Roederstein
Ergebung
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Dieses Werk besteht aus mehreren Teilen

Ottilie W. Roederstein

Ergebung, 1918


Künstler
55 x 46 cm
Material und Technik
Tempera auf Leinwand
Inventarnummer
2566
Erwerbung
Erworben 2022
Status
Siehe Einzelteile

Texte

Über das Werk

Der Erste Weltkrieg bedeutete auch für Roederstein und ihre Lebenspartnerin einen harten Einschnitt. Die Malerin musste ihr Atelier in Paris aufgeben und war von den dort lebenden Freunden und vom französischen Kunstmarkt weitgehend abgeschnitten. Aufträge in Deutschland blieben zunehmend aus, so dass sie auf Kunden aus der Schweiz angewiesen war. Der Mangel an Porträtaufträgen erlaubte es ihr jedoch auch, sich neuen Bildthemen zu widmen. So schuf sie eine Reihe von freien Arbeiten, die Figuren in tiefem Schmerz, in Kummer oder Klage darstellen. Es sind beeindruckende Zeugnisse einer von Krieg und Leid traumatisierten Gesellschaft. Roederstein gibt die markanten Gesichtszüge der alten Frau in dunklen, holzschnittartigen Linien wieder. Durch die zunehmende, flächenhafte Vereinfachung von Hintergrund und Körper legt sie den Fokus deutlich auf den in diesem Gesicht konzentrierten Ausdruck der Ergebenheit. Die Darstellung dieses Gemütszustands spiegelt sich auch in der Wahl dunkler, dissonanter Farbklänge wider und wird zum zentralen Bildthema.

Aufgrund der mit dem Krieg einhergehenden Knappheit von Malmaterialien und allgemeiner Geldnot, verwendete Roederstein für Ergebung die Leinwand eines bereits früher entstandenen Gemäldes wieder. Dieses bildet heute die Rückseite und zeigt um 180 Grad gedreht die Darstellung einer Bäuerin mit Kopftuch.

Werkdaten

Werkinhalt

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Letzte Aktualisierung

14.05.2024