Der Geiger am Fenster, Otto Scholderer
Otto Scholderer
Der Geiger am Fenster
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Verwandte Werke

Otto Scholderer

Der Geiger am Fenster, 1861


Maße
150,0 x 103,0 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
SG 320
Erwerbung
Erworben 1921 als Schenkung von Martin Flersheim
Status
Ausgestellt, 1. Obergeschoss, Kunst der Moderne

Texte

Über das Werk

Ein Musiker am Fenster, der sehnsuchtsvoll nach draußen schaut. Scholderer griff damit ein Motiv der deutschen Romantik auf. Nach Anfängen an der Städelschule erhielt er seine Prägung in Paris, wo er in Kontakt mit Courbet, Fantin-Latour und Manet stand. In Deutschland fand er kaum Publikum für seine Malerei. Nach Stationen in Kronberg, Düsseldorf und München ging Scholderer für fast dreißig Jahre nach London. Erst kurz vor seinem Tod kehrte er nach Frankfurt zurück, im Gepäck das Gemälde, das heute als sein Hauptwerk gilt.

Über die Erwerbung

Die Vorfahren von Martin Flersheim (1856-1935) waren bereits im 17. Jahrhundert in Frankfurt ansässig. Er besaß eine umfangreiche Sammlung von Werken zeitgenössischer Maler – von Max Liebermann über Hans Thoma bis Wilhelm Trübner. Seit Gründung des Städelschen Museums-Vereins war er in dessen Vorstand. Scholderers „Der Geiger am Fenster“ hatte Flersheim 1902 bei der Versteigerung des Künstlernachlasses erworben. Bereits 1906 überließ er es dem Städel zunächst als Leihgabe, 1921 folgte dann die Schenkung.

Audio & Video

  • 01:01
    Basisinformationen
  • 02:09
    Fokus Frankfurt
  • 02:14
    Das etwas andere Hörerlebnis „Verlieren und Trauern“
  • 02:01
    Highlights im Städel
  • Kunst|Stück – Otto Scholderer: Der Geiger am Fenster
    Sammlungshighlights des Städel Museums in unterhaltsamen und informativen Filmen – das sind die Kunst|Stücke. Entdecken Sie spannende Details zu Kunstwerken aus ungewöhnlichen Blickwinkeln in unter zwei Minuten. Otto Scholderer: Der Geiger am Fenster (1861), Städel Museum, Frankfurt am Main. https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/der-geiger-am-fenster#yt

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Der Geiger am Fenster
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Monogrammiert und datiert unten rechts: O. S. 61.
Werkverzeichnis
  • Bagdahn 26

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
© Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: U. Edelmann
Erwerbung
Erworben 1921 als Schenkung von Martin Flersheim

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Assoziierte Personen und Institutionen

Iconclass

Primär
  • 48C75 musizieren; Musiker mit Instrument
  • 31D14 erwachsener Mann
  • 48C7311 Violine, Geige, Fiedel
  • 41A3311 offenes Fenster
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Otto Scholderer (1834-1902), Frankfurt am Main
Nachlass Otto Scholderer, 1902
Verkauf durch Auktion des Frankfurter Kunstvereins an Martin Flersheim (1856-1935), Frankfurt am Main, 29. April 1902 (Los-Nr. 111)
Leihgabe an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1906
Schenkung an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1921.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

02.07.2020