Christus an der Geißelsäule, Guido Reni
Guido Reni
Christus an der Geißelsäule
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Guido Reni

Christus an der Geißelsäule, ca. 1603


Maße
192,7 x 114,4 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
1103
Erwerbung
Erworben 1875
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Gesenkten Hauptes steht Christus an der Geißelsäule. Er tritt aus der Dunkelheit heraus, Licht und Schatten modellieren jeden Muskel seines Körpers. Schicksalsergeben erwartet er die Schläge der Schergen, die ihr Werk noch nicht begonnen haben. Durch die nahsichtige Darstellung Christi versetzt der Künstler den Betrachter sozusagen selbst an die Stelle der Henkersknechte. Guido Reni hatte sich zunächst in Bologna in der Akademie der Carracci geschult. Das Frankfurter Gemälde entstand bald nach seiner Übersiedlung nach Rom und zeugt von Renis unmittelbarer Auseinandersetzung mit der Kunst Caravaggios. Der junge Maler folgt dessen Streben nach unmittelbarer Präsenz der Figur, nimmt der Darstellung aber jede Drastik zugunsten der Konzentration auf die Person des Gottessohns. Möglicherweise schuf der Künstler das Werk für seinen römischen Mäzen, Kardinal Paolo Emilio Sfondrati. Ein Hinweis darauf könnte die Geißelsäule sein, die exakt der ähnelt, welche bis heute in der Basilika S. Prassede verehrt wird. Sfondrati war der Protektor des angeschlossenen Klosters und gehörte zu Kreisen, die verstärktes Interesse an den frühen christlichen Altertümern zeigten.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Christus an der Geißelsäule
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt am Main
Erwerbung
Erworben 1875

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Dargestellte Personen
Assoziierte Personen und Institutionen
Literarische Quelle
  • Bibel, Neues Testament, Matthäus 27,26
  • Bibel, Neues Testament, Markus 15,15
  • Bibel, Neues Testament, Johannes 19,1

Iconclass

Primär
  • 73D35121 Christus an der Martersäule (nach der Geißelung)

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
...
Johann Theodor Wiesen (1794-1875), Frankfurt am Main
Nachlass Theodor Wiesen, 1875, Frankfurt am Main, 1875
Verst. an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 8. Juni 1875 (Los-Nr. 34).

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

25.01.2021