Bildnis Winterhalter, Dr. Elisabeth, Ottilie W. Roederstein
Ottilie W. Roederstein
Bildnis Winterhalter, Dr. Elisabeth
EN
Nach oben

Ottilie W. Roederstein

Bildnis Winterhalter, Dr. Elisabeth, 1887 – 1888


Maße
102,1 x 82 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
2033
Erwerbung
Erworben 1952 als Vermächtnis von Elisabeth H. Winterhalter
Status
Ausgeliehen

Texte

Über das Werk

Ottilie W. Roederstein zeigt ihre Freundin und spätere Lebensgefährtin Elisabeth H. Winterhalter am Schreibtisch. Die Schreibfeder in der Hand, das aufgeschlagene Buch, ein Schädel und eine Glasphiole sowie weitere Bücher im Regal weisen Winterhalter als Naturwissenschaftlerin und Medizinerin aus. Sie studierte seit 1885 Medizin in der liberalen Schweiz, genauer in Zürich. Die auffallende Ähnlichkeit der Komposition zu Gelehrtenporträts der Renaissance, beispielsweise zum Bildnis des Erasmus von Rotterdam von Hans Holbein dem Jüngeren, ist von Roederstein bewusst gewählt. Damit unterscheidet sich das Gemälde von dem im 19. Jahrhundert üblichen Typus des eleganten und pompös ausgestatteten Damenporträts. Es drückt in selbstbewusster Art und Weise den Anspruch auf Bildung und Gleichberechtigung in einer von Männern dominierten Gesellschaft aus. Denn in weiten Teilen Europas war Frauen noch bis zur Jahrhundertwende der Zugang zu den Universitäten verwehrt.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Bildnis Winterhalter, Dr. Elisabeth
Maler
Entstehungsort
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signed and dated bottom left: O. W. Roederstein
Werkverzeichnis
  • Rök 1999, WVZ Nr. 105
  • Jughenn, WVZ Nr. 1888-12

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt am Main
Erwerbung
Erworben 1952 als Vermächtnis von Elisabeth H. Winterhalter

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Iconclass

Primär
  • 61BB2(WINTERHALTER, Elisabeth H.)11(+53) Elisabeth H. Winterhalter - Porträt einer historischen Person (allein) (+ halbfiguriges Porträt)
  • 31D15 erwachsene Frau
  • 31AA235 sitzende Figur - AA - weibliche Figur
  • 41AA1 Profanarchitektur; Gebäude; Wohnräume - AA - Profanarchitektur. Innenräume
Sekundär

Forschung und Diskussion

Forschung

Alternativer Titel
  • E. H. Winterhalter als Studentin, alternativ
  • Bildnis E. H. Winterhalter (mit Totenschädel und Buch) oder Une étudiante, alternativ

Provenienz

Objektgeschichte
Nachlass Ottilie W. Roederstein (1859-1937), Hofheim, 1937
Elisabeth H. Winterhalter (1856-1952), Hofheim
Vermächtnis an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1952.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

Mehr zu entdecken

Kontakt

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Informationen zu diesem Werk?

Letzte Aktualisierung

31.03.2021