Bildnis einer Römerin auf einem flachen Dach in Rom, Max Klinger
Max Klinger
Bildnis einer Römerin auf einem flachen Dach in Rom
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Max Klinger

Bildnis einer Römerin auf einem flachen Dach in Rom, 1891


Maße
182,0 x 182,0 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
1806
Erwerbung
Erworben 1926 als Schenkung der Mutter Walther Rathenaus zum Andenken an ihren Sohn
Status
Ausgestellt, 1. Obergeschoss, Kunst der Moderne

Texte

Über das Werk

„Eine Art Porträt bei später Abendstimmung“ – so nannte Klinger das Gemälde, das auf der Terrasse seines Ateliers in Rom entstand. In die Weite des Himmels enthoben, wirkt die Frau irritierend streng. Einerseits bilden Figur und Hintergrund eine Einheit, andererseits ist der Raum eher Kulisse als reale Landschaft. Klingers im Freien angefertigten Studien verkörpern gleichzeitig symbolische Räume, die einen Seelenzustand spiegeln. Einen Widerhall fanden seine Werke später in den Bildern der Surrealisten.

Über die Erwerbung

Auf Wunsch der gebürtigen Frankfurterin Mathilde Rathenau (1845–1926) wurden dem Städel 1926 einige Gemälde in Gedenken an ihren Sohn Walther Rathenau (1867–1922) geschenkt. Im Januar 1922 war Walther Rathenau, Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei, als Industrieller in das Amt des Außenministers berufen worden. Doch bereits im Juni 1922 wurde er in Berlin durch ein Attentat der Organisation Consul getötet, deren Ziel die Bekämpfung der Weimarer Verfassung war.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Bildnis einer Römerin auf einem flachen Dach in Rom
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Monogrammiert und datiert unten links: MK 91 (MK ligiert)

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt am Main
Erwerbung
Erworben 1926 als Schenkung der Mutter Walther Rathenaus zum Andenken an ihren Sohn

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv

Iconclass

Primär
  • 61BB111(+55) Porträt einer anonymen historischen Person (allein) - BB - Frau (+ganzfiguriges Porträt)
  • 31D15 erwachsene Frau
  • 31AA235(+3) sitzende Figur - AA - weibliche Figur (+Seitenansicht, Profil)
  • 41A36 Dach (eines Hauses oder Gebäudes)
  • 61E(ROMA) Rom
Sekundär
  • 41A721 Stuhl
  • 25I12 Prospekt einer Stadt, Stadtpanorama, Silhouette einer Stadt

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
...
Ernst Seeger, Berlin
Versteigerung durch das Auktionshaus Lepke, Berlin, 5. Dezember 1899 (Los-Nr. 28)
...
Walther Rathenau (1867-1922), Berlin
Nachlass Walther Rathenau, Berlin, 1922
Vermächtnis Mathilde Rathenau-Nachmann (1845-1926), Berlin zum Andenken an ihren Sohn Walther Rathenau (1867-1922) an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1926.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

02.07.2020