Bildnis der Schauspielerin Fanny Janauschek, Arnold Böcklin
Arnold Böcklin
Bildnis der Schauspielerin Fanny Janauschek
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Externe verwandte Werke

Vorzeichnung

Böcklin, Arnold: Bildnis Fanny Janauschek, schwarze Kreide auf blauem Papier, um 1861, Inv.-Nr. HZ 3350, Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Arnold Böcklin

Bildnis der Schauspielerin Fanny Janauschek, 1861


Maße
180,0 x 104,3 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
1889
Erwerbung
Erworben 1934, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Status
Ausgestellt, 1. Obergeschoss, Kunst der Moderne

Texte

Über das Werk

Bewundert und geliebt – Fanny Janauschek war ein Bühnenstar ihrer Zeit. Böcklin lernte die Frankfurter Schauspielerin 1861 bei einem Gastspiel in Weimar kennen. Dort entstand auch dieses lebensgroße Porträt. Es betont weder die legendäre Schönheit der gefeierten Tragödin, noch ist es ein dramatisches Rollenporträt. Eher reserviert als theatralisch wirkt die geheimnisvolle Mimin. Böcklin verstand es, die besondere Qualität der Schauspielerin hervorzuheben: Als Tragödin ist sie auf perfekte Weise eine Verkörperung maximalen Leids.

Über die Erwerbung

1934 ergab sich die Gelegenheit, für 27.000 Mark das Bildnis der Fanny Janauschek von Arnold Böcklin zu erwerben. Direktor Swarzenski – zu diesem Zeitpunkt wegen seines jüdischen Glaubens schon aus den städtischen Ämtern entlassen – widmete dem Ankauf eine eigene Publikation, in der er auf die malerische Auffassung dieses monumentalen Bildnisses einging. Die Dargestellte war eine der gefeierten Schauspielerinnen des 19. Jahrhunderts, die ihren Durchbruch in jungen Jahren in Frankfurt erlebt hatte. Mit dem Kauf des Böcklinschen Bildes endete die Reihe der Erwerbungen des Museums-Vereins bis auf weiteres. Erst ein knappes Vierteljahrhundert später konnte nach dem fast vollständigen Aussetzen der Vereinstätigkeit während des Zweiten Weltkrieges 1957 das Begonnene wiederaufgenommen und weitergeführt werden.

Audio

  • Basisinformationen
    00:42
  • Fokus Frankfurt
    01:44
  • Fokus Material
    02:27

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Bildnis der Schauspielerin Fanny Janauschek
Maler
Entstehungsort
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Bildrechte
CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt am Main
Erwerbung
Erworben 1934, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Dargestellte Personen
Assoziertes Medium
  • Schiller, Freidrich: Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder

Iconclass

Primär
  • 48C8312 Porträt eines Schauspielers, einer Schauspielerin
  • 61BB2(JANAUSCHEK, Fanny)1 Fanny Janauschek - Porträt einer historischen Person
  • 61BB2(+55) historische Personen - BB - Frau (+ ganzfiguriges Porträt)
  • 31AA231 stehende Figur - AA - weibliche Figur
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Karl Wallenreiter, Weimar/Stuttgart
Johann Peter Wilhelm Zobel, Frankfurt am Main, um 1870
... Philipp Wilhelm Holzmann (1869-1951), seit mindestens 1896
Verkauf über die Kunsthandlung Victor Rheins, Berlin an den Städelschen Museums-Verein e.V., Frankfurt am Main, 1934.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

19.01.2022