Beim Vorlesen, Erich Heckel
Erich Heckel
Beim Vorlesen
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Erich Heckel

Beim Vorlesen, 1914


Blatt
575 x 383 mm
Druckstock
294 x 200 mm
Material und Technik
Holzschnitt in Schwarz mit Spuren von Grün auf Vergépapier
Inventarnummer
65881
Objektnummer
65881 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über das Werk

In Erinnerung an die gemeinsamen Lektüreabende mit dem befreundeten Dr. Walter Kaesbach (1879–1961), damals Assistent an der Berliner Nationalgalerie, entstand 1914 dieser Holzschnitt. Er zeigt Heckels Ehefrau Siddi (1891–1982) und Kaesbach beim Vorlesen und zählt zu einer Gruppe von Zeichnungen, Aquarellen und einem Gemälde, in denen Heckel diese Szene kompositorisch durchbildete und festigte. Kaesbach sollte während des Ersten Weltkriegs jenen Sanitätszug leiten, bei dem Heckel als Freiwilliger Wehrdienst leistete.

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Werkinhalt

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Letzte Aktualisierung

28.05.2024