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Meister der Heiligblut-Kapelle

Maler

Biografie

Mit dem Notnamen »Meister der Heiligblut-Kapelle« bezeichnete erstmals Georges Hulin de Loo einen um 1520 in Brügge tätigen Maler. Zwei seiner Hauptwerke befinden sich noch heute am Ort ihrer ursprünglichen Bestimmung in Brügge - das namengebende Triptychon mit der Beweinung Christi in der Heiligblut-Kapelle und ein Marien-Triptychon in St. Jakob. Der Tätigkeit des »Meisters der Heiligblut-Kapelle« in Brügge dürfte eine Ausbildung in Antwerpen vorausgegangen sein, denn sein Stil zeigt unübersehbar den Einfluss des Quentin Massys. Demgegenüber sind seine künstlerischen Beziehungen zu Gerard David, dem bedeutendsten Brügger Meister im ersten Jahrhundertviertel, nur wenig ausgeprägt. Ähnlich wie beim »Meister von Frankfurt« zeigen auch die Werke des »Meisters der Heiligblut-Kapelle« eine bemerkenswert große qualitative Bandbreite, die auf eine größere, für den Markt arbeitende Werkstatt hindeutet.

Ein Werk von Meister der Heiligblut-Kapelle