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Hans Leu d. J.

Maler, Zeichner, Wandmaler und Entwurfszeichner

Geboren
ca. 1490 in Zürich
Gestorben
1531 in Menzingen (Umkreis)

Ein Werk von Hans Leu d. J.

Biografie

Leu ging vermutlich bei seinem Vater Hans Leu d. Ä. in Zürich in die Lehre, bevor er sich auf Gesellenwanderung begab. 1510 ist er in der Werkstatt Albrecht Dürers in Nürnberg nachweisbar. Um 1513/14 war er möglicherweise in der Werkstatt Hans Baldung Griens in Freiburg tätig, wo er am „Schnewlin-Altar“ für das Freiburger Münster mitgearbeitet haben mag. Um 1514/15 ging Leu wieder nach Zürich. Aufgrund der bilderfeindlichen Politik des Reformators Zwingli blieben religiöse Auftragswerke weitgehend aus, so dass Leu sein Geld als Söldner verdienen musste. 1515 und 1519 war er Teilnehmer an den Feldzügen nach Italien. Leu fiel 1531 in der Schlacht am Gubel bei Zürich. Ein Großteil seiner Werke ist 1523 im Bildersturm zerstört worden. Neben wenigen erhaltenen Gemälden und Holzschnitten zählen vor allem Leus autonome Landschafts- und Baumstudien zu seinen herausragenden Arbeiten. Stilistisch stehen seine Zeichnungen den Meistern der „Donauschule“ und Hans Baldung nahe. Leu gilt als der führende Zürcher Künstler seiner Zeit.

Personen, die mit Hans Leu d. J. in Verbindung stehen