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Raymond Hains

Objektkünstler, Maler, Bildhauer, Mixed-Media-Künstler und Fotograf

Geboren
1926 in Saint-Brieuc
Gestorben
2005 in Paris

Biografie

Raymond Hains wird 1926 in Saint-Brieuc, Frankreich, geboren. 1945 beginnt er, Bildhauerei in Rennes zu studieren. Im Oktober desselben Jahres zieht er nach Paris und arbeitet im Atelier des Fotografen Emmanuel Sougez. 1948 entstehen erste abstrakte Fotografien, die Hains mithilfe von Riffelgläsern (franz. verres cannelés) herstellt. Er nennt sie hypnagogische Fotografien (franz. photographies hypnagogiques). Zusammen mit dem Künstler Jacques de la Villeglé entstehen Filme in derselben Technik. In den 1950er-Jahren entwickeln sie die Methode des Plakatabreißens (franz. affiches lacérées), bei der im Stadtraum vorgefundene Plakatfetzen in den Kunstkontext überführt werden. In dieser Zeit entsteht Hains’ Konzept der aufgebrochenen Buchstaben (franz. lettres éclatées). 1960 gründet Hains zusammen mit dem Kunstphilosophen Pierre Restany, den Künstlern Yves Klein, Arman, Daniel Spoerri und weiteren den Nouveau Réalisme, von dessen Vertretern er sich bereits 1963 wieder distanziert. 1964 nimmt Hains an der 32. Biennale in Venedig teil, 1968 und 1997 an der documenta 4 und 10 in Kassel. 1988 erhält er den Grand prix national de la peinture, 1996 den Kurt-Schwitters-Preis der Stadt Hannover. Ab 1997 entstehen auch digitale Collagen. Hains verstirbt 2005 in Paris.

Ein Werk von Raymond Hains

Gruppen und Institutionen, zu denen Raymond Hains gehört