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Gonzales Coques

Maler

Geboren
1614 in Antwerpen
Gestorben
1684 in Antwerpen

Biografie

Gonzales Coques (Cockx), laut Houbraken 1618 geboren, tatsächlich aber in Antwerpen am 8. Dezember 1614 getauft, erhielt 1626/27 bei Pieter Brueghel d. J. oder dessen Sohn seine Ausbildung. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wechselte er in das Atelier von David Ryckaert II., dessen Tochter Catharina er am 11. August 1643 in der St. Jakobskirche heiratete. 1675, ein Jahr nach dem Tod seiner Ehefrau, ging Coques mit Catharina Rysheuvel eine zweite Ehe ein. Seine Gemälde stehen seit 1629 unter dem Einfluss von Anthonis van Dyck, vor allem von dessen englischen Arbeiten. Wahrscheinlich war Coques zwischen 1635 und 1640 in England. Nach Van Dycks Tod spezialisierte er sich als einziger Künstler in Antwerpen auf Porträts im Kabinettbildformat. 1640/41 wurde er Meister in der Antwerpener St. Lukasgilde. 1643/44 trat er der Rederijkerskamer „De Violieren" bei. Coques reiste mehrmals nach Den Haag, wo er als Kunsthändler und Porträtmaler für den Statthalter Frederik Hendrik tätig war und Aufträge für das Haus Oranien ausführte. 1665/66 wurde er zum Dekan der Antwerpener St. Lukasgilde ernannt und 1667/68 übte er das Amt des Geschäftsführers der Antwerpener Akademie aus, die kurz zuvor ihren Lehrbetrieb aufgenommen hatte. 1680/81 amtierte er ein zweites Mal als Dekan der St. Lukasgilde. Am 17. August 1682 verfasste Coques sein Testament. Aus seinen letzten vier bis fünf Lebensjahren sind keine Bilder bekannt. Vermutlich war Coques zu dieser Zeit bereits erkrankt. Er verstarb am 18. April 1684 und wurde in der Liebfrauenkapelle in St. Joris beigesetzt.

Ein Werk von Gonzales Coques

Personen, die mit Gonzales Coques in Verbindung stehen

Gruppen und Institutionen, zu denen Gonzales Coques gehört