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Antonio Bellucci

Maler

Geboren
1654 in Pieve di Soligo
Gestorben
1726 / 1727 in Pieve di Soligo

Biografie

Nach ersten Studien in Dalmatien kam Antonio Bellucci 1675 nach Venedig, wo er durch die Maler Pietro Liberi, Andrea Celesti und Antonio Zanchi beeinflusst wurde. 1692 begann sein Kontakt nach Österreich, als er für die Kirche in Klosterneuburg vier Altargemälde ausführte. Von 1695 bis 1700 war er dann in Wien tätig und kehrte nach einem zweijährigen Aufenthalt in Venedig erneut dorthin zurück. In Wien schuf er Fresken und Leinwandbilder für das Stadtpalais Liechtenstein (u. a. den „Triumph des Herkules“ und allegorische Szenen), die stilistisch Werken des bolognesischen Malers Carlo Cignani nahestehen. 1705 ging er nach Düsseldorf an den Hof des Kürfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz und blieb dort bis zu dessen Tod 1716. Zusammen mit Antonio Pellegrini fertigte er mehrere Gemälde für das neugebaute Schloss Bensberg an (heute München, Alte Pinakothek). Von 1716 bis 1722 hielt er sich schließlich in England auf, wo er Dekorationen für den Buckingham-Palast und verschiedene adlige Landsitze ausführte. Mit seinen vielen Reisen durch ganz Europa war Bellucci ein besonders typischer Vertreter des venezianischen Wanderkünstlers. Er repräsentiert den Übergang vom venezianischen Spätbarock zum Rokoko des 18. Jahrhunderts.

2 Werke von Antonio Bellucci

Personen, die mit Antonio Bellucci in Verbindung stehen