Ziegelneger, Georg Herold
Georg Herold
Ziegelneger
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Georg Herold 1947 –

Ziegelneger, 1981


Maße
90,0 x 130,0 cm
Äußere Beschreibung
Dispersion auf Hartfaserplatte
Inventarnummer
2457
Erwerbung
Erworben 2015 als Schenkung aus Privatbesitz
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Ein Ziegelstein fliegt auf einen Schwarzen zu und scheint ihn in der nächsten Sekunde am Kopf zu treffen. Das Opfer der Attacke reagiert mit einer kraftvollen Geste, die Abwehr und wütende Gegenwehr zugleich signalisieren könnte. Im rechten Bildhintergrund sind die Ziegelstein-Werfer zu erkennen, die irritierenderweise an militanten "linken", gegen den Staat gerichteten Protest denken lassen. Die Ampel zwischen den Angreifern und dem Opfer ist auf Grün geschaltet: Sie scheint im Wortsinn "grünes Licht" für den Angriff zu geben, markiert aber gleichzeitig auch den Übergangsmoment zwischen Stillstand und Bewegung. Die paradoxe Fügung steht steht sinnstiftend für die künstlerische Strategie Georg Herolds, der politisch konnotiertes Material unkommentiert aufgreift, dekontextualisiert und anschließend mit neuer Bedeutung auflädt. Das Ergebnis ist ein "schamloses" Gemälde, dessen verstörendes Provokationspotenzial auch im Titel zutage tritt und den Betrachter zur kritischen Reflexion von Status und Genese soziopolitischer Rollenbilder. Es könnte zugeich aber auch als ausländerfeindliche Zote gelesen werden.

Werkdaten

Basisdaten

Künstler
Zeitraum
Stilrichtung
Objektart
Äußere Beschreibung
Dispersion auf Hartfaserplatte
Technik
Material

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Eigentümer
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erwerbung
Erworben 2015 als Schenkung aus Privatbesitz

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv
Assoziierte Personen und Institutionen

IconClass

Primär
Sekundär

Bezug zu anderen Werken

  • Alle
  • Assoziation
  • Motiv
  • Stimmung
  • Wirkung

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Letzter Import

24.01.2018