Winterliche Landschaft mit Abendhimmel, Claude Monet
Claude Monet
Winterliche Landschaft mit Abendhimmel
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Claude Monet

Winterliche Landschaft mit Abendhimmel, ca. 1870 – 1880


Blatt
230 x 326 mm
Material und Technik
Pastellkreide auf Velinpapier
Inventarnummer
SG 410
Objektnummer
SG 410 Z
Erwerbung
Erworben 1910 für die Städtische Galerie, Frankfurt am Main
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über das Werk

Claude Monets Pastelle, die lange im Schatten seiner Gemälde standen, geben in Motiv und Gestaltung seine impressionistische Auffassung wieder. Der Künstler schätzte die Zeichnung und Malerei verbindenden Qualitäten der Pastelltechnik sehr, allerdings weniger, um die Kompositionen seiner Freilichtmalerei vorzubereiten, sondern im Sinne von Stilentwürfen, um entsprechende Ausdrucksformen zu studieren.

Die Pastellkreiden mit den ihnen eigenen Möglichkeiten zur farbigen Gestaltung, die in Frankreich vor allem im späten 19. Jahrhundert wie zuvor nur im späten 18. Jahrhundert hoch geschätzt waren, unterscheiden sich in Konsistenz und Erscheinungsbild wesentlich von anderen zeichnerischen Materialien und Techniken. Die trockenen Pastellstifte werden aus einer »pasta« von Farbpigmenten und wasserlöslichem Bindemittel gepresst. Durch den Zusatz von weißem Kreidestaub erhalten die in breiter Nuancierung verfügbaren Farben ihren typisch zarten Charakter. Die Eigenschaften der Pastellfarben erlauben es dem Künstler, zu modellieren und zu verwischen, so dass weiche, malerische Übergänge entstehen. Mit ihrer reizvollen, samtartigen Oberflächenwirkung haften die Farben nur locker auf der Fläche des Papiers und reagieren entsprechend empfindlich auf jede Erschütterung.

In seiner »Winterlichen Landschaft mit Abendhimmel« erfasste Monet, ohne naturalistisch gezeichnete Details, eine flüchtige Atmosphäre der kalten Jahreszeit. Diese Stimmung könnte der Künstler vielerorts im Seinegebiet angetroffen haben. Unter einem rosa gefärbten Abendhimmel legt sich der Nebel über die im Hintergrund hoch aufragenden Bäume. Horizontale, unterbrochene Linien in Rosa und Hellblau folgen der Weite des Himmels, blassgelb sind die Konturen weniger Wolken eingefügt, und fleckenartig mildert dunkles Rosa den Übergang zu den Wipfeln des Baumbestandes, der in hellem und dunklem Grau aus vertikalen Linien und Schlaufen aufgebaut ist. Vor der langgestreckten dunklen Zone, einer graugrünen Böschung, die Tiefe erzeugt, liegt eine von Schnee bedeckte Wiese. Grüne Partien am Boden und auf dem linear skizzierten Buschwerk geben die noch gefrorene und zu Teilen aufbrechende Vegetation zu erkennen.

1910, noch zu Lebzeiten des inzwischen berühmt gewordenen Künstlers, wurden dieses Pastell und sein Gemälde »Déjeuner« (1868) unter der Direktion von Georg Swarzenski für die Frankfurter Sammlung erworben. Ausgestellt war bereits seit 1904 das Gemälde »Häuser am Wasser (Zaandam)« (1871/72). Das Pastell Monets blieb bis heute ein in deutschen Museen äußerst selten anzutreffendes Beispiel seines Könnens in dieser Technik.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Winterliche Landschaft mit Abendhimmel
Zeichner
Entstehungszeit
Objektart
Material und Technik
Pastellkreide auf Velinpapier
Material
Technik
Geografische Einordnung
Entstehungsgrund
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert unten links (mit schwarzem Stift): Cl. Monet
Nachträgliche Beschriftung
Verso Stempel der Städtischen Galerie, Frankfurt am Main (Lugt 2371c)
Wasserzeichen
  • Nicht geprüft
Werkverzeichnis
  • Wildenstein V.P.64

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Eigentümer
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
© Städel Museum, Foto: U. Edelmann
Erwerbung
Erworben 1910 für die Städtische Galerie, Frankfurt am Main

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Iconclass

Primär
  • 23F41 Winterlandschaft; Landschaft, die den Winter bezeichnet (bei der Einteilung des Jahres in vier Jahreszeiten)
  • 24A21 Abenddämmerung
Sekundär

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Alben

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Letzter Import

03.05.2018