Unterhaltung, Emil Nolde
Emil Nolde
Unterhaltung
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Emil Nolde

Unterhaltung, 1906


Blatt
449 x 314 mm
Platte/Bild
151 x 191 mm
Material und Technik
Radierung und Flächenätzung in Braun auf Velinpapier (Druckplatte: Eisen)
Inventarnummer
65770
Objektnummer
65770 D
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über die Erwerbung

Der Frankfurter Chemiker und Industrielle Carl Hagemann (1867–1940) trug ab 1900 eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst zusammen. Sie umfasste zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken, insbesondere von Künstlern der „Brücke“. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichte der damalige Städel-Direktor Ernst Holzinger den Erben des bei einem Unfall verstorbenen Carl Hagemann, die Sammlung gemeinsam mit dem Museumsbestand zu evakuieren. Zum Dank hierfür übereignete die Familie 1948 nahezu alle Papierarbeiten dem Städel Museum. Weitere Schenkungen und Dauerleihgaben, aber auch Ankäufe von Gemälden und Aquarellen aus dem Nachlass Hagemann halfen, die Verluste zu kompensieren, die das Museum 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ erlitten hatte. Die Sammlung Hagemann bildet heute den Kern der Expressionismus-Sammlung im Städel Museum.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Unterhaltung
Künstler
Drucker
Entstehungsort
Entstehungszeit
Objektart
Material und Technik
Radierung und Flächenätzung in Braun auf Velinpapier (Druckplatte: Eisen)
Material
Technik
Geografische Einordnung
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert unterhalb der Darstellung rechts (mit Bleistift): Emil Nolde
Signiert und bezeichnet vom Drucker unterhalb der Darstellung links (mit Bleistift): OFelsing Berlin gr.
Nachträgliche Beschriftung
Betitelt, datiert und bezeichnet unten rechts (mit Bleistift): »Unterhaltung« 1906. / Ätzung auf Eisen / I. Zustand. – einer von 4 Drucken – / auf Kupferdruck / (insgs. [?] 4 Zustände); bezeichnet unten mittig: Burkhard [?] Heegman / II. 1927.; darüber: I Zustand 4 Probedrucke; bezeichnet unten rechts: 66.–; nummeriert oben links: 37.
Verso bezeichnet und nummeriert unten rechts (mit Bleistift): 52X38 / [unleserlich] / [unleserlich] / Bildrand. [?]; nummeriert unten links: 76.
Nummeriert auf dem Passepartout unten rechts (mit Bleistift): 76.
Unten links roter Stempel der Sammlung Heinrich Stinnes, Köln (Lugt 1376a)
Verso mittig links Stempel des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt am Main (Lugt 2356), mit zugehöriger Inventarnummer
Wasserzeichen
  • Nicht vorhanden
Werkverzeichnis
  • Schiefler-Mosel-Urban R. 37 IV (von IV)

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
© Nolde Stiftung Seebüll
Erwerbung
Erworben 1948 als Schenkung der Erben aus dem Nachlass Carl Hagemann

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Iconclass

Primär
  • 31D15 erwachsene Frau
  • 31D14 erwachsener Mann
  • 41D2632 Sonnenschirm
  • 33A35 Unterhaltung, Konversation, Dialog; Konversationsstück
Sekundär
  • 31A231 stehende Figur
  • 31AA235 sitzende Figur - AA - weibliche Figur
  • 25H2 Landschaften mit Gewässern (in der gemäßigten Zone), Seestücke

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
Heinrich Stinnes (1867-1932), Köln [1]
Nachlass Heinrich Stinnes, Köln, 1932
Verst. durch C.G. Boerner, Leipzig an Carl Hagemann (1867-1940), Frankfurt am Main, 10./11. November 1932 (Los-Nr. 270)
Nachlass Carl Hagemann, Frankfurt am Main, 1940
Schenkung der Erben an das Städelsche Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1948.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

19.02.2024