Unter dem Flieder, Hans Thoma
Hans Thoma
Unter dem Flieder
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Hans Thoma

Unter dem Flieder, 1871


Maße
74,5 x 62,5 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Inventarnummer
SG 903
Erwerbung
Erworben 1938 als Thoma-Sammlung von Otto Eiser-Eduard Küchler
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Vor einem blühenden Holunderbusch, der in manchen Gegenden auch heute noch als „Flieder“ bezeichnet wird, sitzt eine junge Frau. Sie blickt zärtlich auf das schlafende Kind auf ihrem Schoß. Die innige Zuwendung und Vertrautheit lassen eine Mutter mit ihrem Kind vermuten. Tatsächlich jedoch saßen Thoma seine jüngere Schwester Agathe (1848–1928) und ein wohl ebenfalls verwandter Knabe Modell. Die als stabiles Dreieck komponierte Gruppe erinnert an Darstellungen der Muttergottes mit ihrem Sohn. Die Darstellung der sommerlichen Idylle kann daher als Vorläufer für die zahlreichen religiösen Motive im Schaffen des Künstlers gesehen werden, die wenig später entstanden.

Werkdaten

Basisdaten

Titel
Unter dem Flieder
Maler
Entstehungszeit
Stilrichtung
Objektart
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Material
Technik
Beschriftung zum Zeitpunkt der Entstehung
Signiert und datiert unten rechts: Hans Thoma 1871.

Eigentum und Erwerbung

Institution
Abteilung
Sammlung
Creditline
Städel Museum, Frankfurt am Main
Bildrechte
Public Domain
Erwerbung
Erworben 1938 als Thoma-Sammlung von Otto Eiser-Eduard Küchler

Werkinhalt

Motive und Bezüge

Motivgattung
Motiv

Iconclass

Primär
  • 61BB112(+54) Darstellung einer anonymen historischen Person in einem Doppelporträt - BB - Frau (+ dreiviertelfiguriges Porträt)
  • 31D15(+3) erwachsene Frau (+Seitenansicht, Profil)
  • 42AA51 Kleinkind - AA - Mädchen
  • 31AA235 sitzende Figur - AA - weibliche Figur
  • 31AA236 liegende Figur - AA - weibliche Figur
  • 25G1 Pflanzen (allgemein)
Sekundär

Forschung und Diskussion

Provenienz

Objektgeschichte
...
Otto Eiser (1834-1898) / Eduard Küchler (1840-1919, Vater von Sofie Bergman geb. Küchler)
an Sofie Bergman-Küchler (1878-1960), Frankfurt am Main
Verkauf und Schenkung als "Hans Thoma-Sammlung von Otto Eiser-Eduard Küchler" an die Stadt Frankfurt am Main, 1938.

Informationen

Seit 2001 erforscht das Städel Museum systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“ von 1999.

Die Provenienzangaben basieren auf den zum Zeitpunkt ihrer digitalen Veröffentlichung ausgeforschten Quellen. Sie können sich jedoch durch neue Quellenfunde ändern. Daher wird die Provenienzforschung kontinuierlich durchgeführt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Provenienzangabe eines Objekts dokumentiert im Idealfall dessen Herkunft vom Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seinem Eingang in die Sammlung. Sie enthält – sofern bekannt – die folgenden Informationen:

  • Art der Erwerbung bzw. Art des Besitzerwechsels
  • Name und Wohnort des Besitzers
  • Datum des Besitzerwechsels

Die aufeinanderfolgenden Besitzvorgänge werden jeweils durch einen Absatz voneinander getrennt.

Lücken in der Überlieferung einer Provenienz werden durch den Platzhalter „ …“ dargestellt. Ungesicherte Informationen sind in eckige Klammern gesetzt.

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an .

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Letzte Aktualisierung

10.06.2022