Beim Dengeln, Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz
Beim Dengeln
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Druckplatte

Käthe Kollwitz: Beim Dengeln, Druckplatte. Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Kunstsammlung, Berlin

Käthe Kollwitz

Beim Dengeln, 1905

Blatt 3 aus dem Zyklus „Bauernkrieg“


Blatt
598 x 438 mm
Platte
297 x 297 mm
Material und Technik
Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel, Aquatinta sowie Vernis mou mit Durchdruck von Bütten und Zieglerschem Umdruckpapier in Schwarz auf Velinpapier (Kupferdruckpapier)
Inventarnummer
65135
Objektnummer
65135 D
Erwerbung
Erworben 1909 als Vereinsgabe der „Verbindung für historische Kunst“ 1908
Status
Kann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorgelegt werden (besondere Öffnungszeiten)

Texte

Über das Werk

Kollwitz entwickelte die unmittelbare Wirkmacht ihrer Kompositionen in vielen Zwischenschritten: über Detailstudien nach der Natur, über Kompositionsentwürfe, auch über druckgrafische Abzüge, die sie von Hand überarbeitete. Gelegentlich verwarf sie bereits radierte Druckplatten und begann im Anschluss erneut.

Der Entstehungsprozess der Radierung „Beim Dengeln“ dokumentiert dies eindrucksvoll. Das dritte Blatt des Zyklus’ „Bauernkrieg“ stellt einen Schlüsselmoment der Folge dar: Die Protagonistin fasst darin den Entschluss zur blutigen Revolte.

Knapp ein Jahr lang erarbeitete Kollwitz die letztlich gültige Form dieser Komposition. Zunächst ging sie von einer allegorischen Gestalt aus: der Inspiration (vgl. Inv. SG 3345, SG 4224, SG 4344), die der Bäuerin den Gedanken zum Aufstand ins Ohr flüstert. Dann verdichtete Kollwitz diese symbolistische Komposition immer mehr auf den psychologischen Gehalt hin. Zuletzt sehen wir nurmehr das Gesicht der Bäuerin, die beim Schärfen (Dengeln) der Sense innehält, wie in einer filmischen Großaufnahme. In den halb geschlossenen Augen wird ihre ganze mörderische Entschlossenheit spürbar.

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Letzte Aktualisierung

07.06.2024