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Herman Saftleven III

Maler, Zeichner, Stecher, Grafiker und Radierer

Geboren
1609 in Rotterdam
Gestorben
1685 in Utrecht

Biografie

1609 wurde Herman Saftleven III. als Sohn von Herman Saftleven II. und Lijntgen Cornehsdr Moelants in Rotterdam geboren. Der Vater war als Kunsthändler und, wie auch der Großvater, als Maler tätig. Als sich Abraham am 12. Juni 1627 in die Rotterdamer St. Lukasgilde einschrieb, waren seine Brüder Herman Saftleven III. und Cornelis, die ihre Ausbildung wohl bei ihrem Vater erhielten, vermutlich schon als Lehrlinge eingetragen. 1632 zog Herman Saftleven nach Utrecht um. Dort heiratete er am 15. Mai des folgenden Jahres Anna van Vliet, eine Tochter des Malers Pieter van Vliet. Von den Kindern folgte nur Sara Saftleven dem Vater in den künstlerischen Beruf und spezialisierte sich auf die Blumenmalerei. Saftleven bekannte sich zu den Remonstranten, deren Dekan er 1637 war. Durch diese sehr einflussreiche Glaubensgemeinschaft verfügte er über wichtige gesellschaftliche Kontakte. Erst 1654 erlangte Saftleven das Bürgerrecht der Stadt Utrecht für sich und seine Söhne und wurde in der St. Lukasgilde als Meister eingetragen. Dort übernahm er bis 1681 mehrfach das Amt des Dekans. Mehrere Reisen führten ihn in deutsche Gebiete: So reiste er die Mosel und den Rhein entlang bis nach Basel. Ein Aufenthalt in Elberfeld ist 1667 dokumentiert. Die auf seinen Reisen angefertigten Zeichnungen dienten als Motivvorrat für seine Landschaftsgemälde. Nach 1672 verfolgte Saftleven als Chronist den Niedergang Utrechts. Dort starb er hoch verschuldet und wurde am 5. Januar 1685 in der Buurkerk neben seiner drei Monate zuvor verstorbenen Frau begraben.

Saftleven war vorwiegend als Maler tätig. Wie auch in seinen von 1640 bis etwa 1669 entstandenen Radierungen spezialisierte er sich auf Landschaften, die in den 1630er Jahren den Einfluss von Abraham Bloemaert, Jan van Goyen und Pieter de Molijn reflektieren. Spätestens seit den 1640er Jahren jedoch verdrängten italianisierende Impulse die naturalistische Malerei. In den 1650er Jahren konzentrierte sich Saftleven auf kleinformatige Rheinlandschaften mit einer Vielzahl kleiner, narrativer Details. Houbraken nennt Johannes Vorstermans und Jan van Bunnik als Schüler. Auch Willem van Bemmel wird in den Dokumenten als Schüler genannt.

3 Werke von Herman Saftleven III

Personen, die mit Herman Saftleven III in Verbindung stehen

Gruppen und Institutionen, zu denen Herman Saftleven III gehört