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Adam Pynacker

Landschaftsmaler, Maler, Radierer, Grafiker und Zeichner

Geboren
1620 / 1621 in Schiedam
Gestorben
1673 in Amsterdam

4 Werke von Adam Pynacker

Ein Werk nach Adam Pynacker

Biografie

Geboren zwischen dem 23. Januar 1620 und dem 22. Januar 1621 in Schiedam als Sohn des aus Delft stammenden Weinhändlers, Reeders und städtischen Beamten Christiaen Pynacker oder van Kerckhoven und der Maria Graswinckel, die aus einer angesehenen Delfter Familie stammte. Da sein Name nicht in den Gildebüchern der Stadt erscheint und er in Dokumenten als Händler erwähnt wird, nimmt man an, dass Adam Pynacker nur im Nebenberuf als Maler tätig war. Nach Houbraken hielt er sich für drei Jahre in Italien auf, um sich an klassischen Vorbildern zu schulen und im Zeichnen nach der Natur zu üben. Harwood setzt diese Reise von um 1645 bis 1648 an. Aus dem Stil seiner Frühwerke schließt sie auf einen anschließenden Aufenthalt in Utrecht. 1649-1651 wird er mehrere Male zusammen mit dem Gastwirt, Weinhändler, Maler und Kunsthändler Adam Pick in Delft erwähnt. 1650 lautet die früheste Jahreszahl auf einem der insgesamt nur sechs oder sieben datierten Gemälde, die von ihm erhalten geblieben sind. 1654/55 war er vermutlich in Lenzen an der Elbe im Zusammenhang mit dem Auftrag zu einem großen Landschaftsgemälde, das für den brandenburgischen Hof bestimmt war (heute Berlin, Gemäldegalerie). Von 1656 bis 1661 ist er in Schiedam nachgewiesen. Am 20. September 1658 heiratete er Eva de Geest aus der angesehenen Familie Uylenburgh, Tochter des Leeuwardener Porträtmalers Wybrand de Geest (1592-um 1661). Er konvertierte zum Katholizismus, dem Glauben seiner Frau. 1660 und 1661 wurden zwei Kinder des Paares in Schiedam getauft. 1661/62 ließ er sich in Amsterdam nieder, wo er am 28. März 1673 begraben wurde. Adam Pynacker malte italienische Berglandschaften, Fluss- und Hafenansichten in einer oft an Jan Both und Jan Asselijn erinnernden Manier. Kennzeichnend für seinen persönlichen Stil, den er im Verlauf der 1650er Jahre ausbildete, sind eine genaue Wiedergabe der vegetabilen Vordergrundmotive sowie eine in kühlen Tönen gehaltene Fernsicht, die im Licht der Morgen- oder Abendsonne Relief erhält. In seiner Amsterdamer Zeit ab 1661 schuf er häufiger wandfüllende Kompositionen von bis zu drei Metern Höhe. Unter seinem Namen ist auch eine Anzahl von Zeichnungen bekannt.

Als seine Schüler werden Gijsbert Verhoek (1644-1690), Jan Gabrielsz. Sonjé (um 1625-1707) und François (Martensz.?) de la Court (tätig um 1670-1680) genannt. Frederik de Moucheron und Jan Wijnants gelten als seine bekanntesten Nachfolger.