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Meister der Passionstäfelchen

Maler und Tafelmaler

Biografie

Mit „Meister der Passionstäfelchen“ wird ein namentlich nicht bekannter Maler bezeichnet, der um 1400 tätig war. Namensgebend sind drei kleinformatige Bildertafeln der Passion, die Teile einer vermutlich vielszenischen Erzählfolge waren: neben „Christus vor Kaiphas“-Darstellung (Wien, Österreichischen Galerie Belvedere) und einer „Kreuzigung mit Maria und Johannes“ (Köln, Wallraf-Richartz-Museum) zählt dazu die „Kreuzanheftung“ aus dem Städel. Man wird sich das Aussehen des ursprünglichen Ensembles wohl so ähnlich vorstellen dürfen wie die in der Berliner Gemäldegalerie aufbewahrte Bildtafel eines Kölner Meister (um 1410/20), die sich ebenfalls aus annähernd quadratischen Bildfeldern zusammensetzt. Die Zuweisung des Künstlers an eine bestimmte Stadt oder Region bleibt schwierig. Vorgeschlagen wurden neben Wien oder Salzburg auch Schwaben, der Oberrhein und das Bodenseegebiet, wobei der Maler offenbar auch burgundische und italienische Vorbilder rezipiert hat.

Ein Werk von Meister der Passionstäfelchen