Nach oben

Niklaus Manuel d. Ä.

Maler, Zeichner, Holzschneider, Grafiker, Dichter, Schriftsteller und Politiker

Geboren
ca. 1484 in Bern (?)
Gestorben
1530 in Bern (?)

Biografie

Frühe Werke von Niklaus Manuel Deutsch, dem Sohn eines Apothekers aus dem Piemont, sind ab 1507 nachweisbar. Wahrscheinlich absolvierte er eine Lehre als Glasmaler, entfaltete in der Folge jedoch, ohne weitere Ausbildung, eine vielfältige Tätigkeit in den verschiedensten künstlerischen Sparten. 1509 heiratete er Katharina Frisching, die Tochter eines Berner Ratsherrn. 1510 wurde er zum Mitglied des Großen Rates der Stadt Bern gewählt. 1516 und 1522 nahm er als bernischer Söldner an den Heerzügen der Habsburger gegen Frankreich in Oberitalien teil. Dabei begegnete er Urs Graf. 1518-1520 arbeitete er an den Flügeln des „Annenaltars“ in der Berner Dominikanerkirche sowie an der Totentanzdarstellung an der Außenmauer der dortigen Franziskanerkirche, die er mit eigenen Versen versah. Nach 1520 tritt seine künstlerische Arbeit hinter seine Betätigung als reformatorischer Schriftsteller und Politiker zurück. 1523 wurde er Landvogt von Erlach. Niklaus Manuel Deutsch gilt neben dem Basler Urs Graf und in weiterer Reihe Hans Leu aus Zürich als wichtigster Schweizer Künstler der frühen Reformationszeit. Neben religiösen und mythologischen Themen sind es die Darstellungen weiblicher Figuren, vor allem Hexen, die sein zeichnerisches Werk prägen.

2 Werke von Niklaus Manuel d. Ä.

Personen, die mit Niklaus Manuel d. Ä. in Verbindung stehen