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Nicolas-Bernard Lépicié

Maler, Historienmaler, Porträtmaler, Genremaler und Zeichner

Geboren
1735 in Paris
Gestorben
1784 in Paris

Biografie

Die künstlerische Laufbahn von Nicolas Bernard Lépicié wurde zunächst durch den Vater François Bernard bestimmt, den ständigen Sekretär der Pariser Akademie und angesehenen Kupferstecher. Sein Name verbindet sich kunsthistorisch vor allem mit dem Chardins, dessen Gemälde er reproduziert hat.

N. B. Lépicié eigentlicher Lehrer wurde Carle Vanloo, der ihn zum Historienmaler ausbildete. 1764 zur Akademie zugelassen, wurde er 1769 aufgenommen und 1777 zum Professor ernannt. Seit 1765 stellte Lépicié regelmäßig im Salon aus, ohne jedoch die positive Beachtung Diderots zu finden. Sein labiler Gesundheitszustand und auch die historische Situation haben sein Werk und dessen Wirkung nachteilig geprägt. Nachdem er mit größerem äußerem Aufwand als künstlerischer Gestaltungskraft historische und religiöse Themen interpretiert hatte, wandte er sich - vor allem seit den 70er Jahren - der bürgerlichen Genremalerei zu. Chardin und Greuze waren, in ihrer grundsätzlichen Verschiedenheit, seine Vorbilder. Seine besten Leistungen erzielte Lépicié in Darstellungen von Kindern und beschaulichen Szenen, in denen - der Kunst Chardins entsprechend - die Tradition der Gebrüder Le Nain weiterlebte.

Gaston-Dreyfus erarbeitete eine erste Übersicht des Werks, die heute der Überprüfung bedarf. Sie belegt jedoch neben dem Maler Lépicié einen eifrigen Zeichner, der mit Vorliebe die Kreide benutzte. Er hat zwar auch Gesamtentwürfe für seine Gemälde geschaffen, jedoch sind es vor allem Studien von Einzelpersonen, die als eigenständige Arbeiten geschätzt und gesammelt wurden.

2 Werke von Nicolas-Bernard Lépicié

Personen, die mit Nicolas-Bernard Lépicié in Verbindung stehen