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Charles Eisen

Maler, Genremaler, Historienmaler, Zeichner, Grafiker, Radierer, Kupferstecher und Illustrator

Geboren
1720 in Valenciennes
Gestorben
1778 in Brüssel

Biografie

Eisens künstlerische Anfänge sind in vielem denen Cochins vergleichbar. Die Lehre bei seinem Vater François und vor allem die Ausbildung und Tätigkeit in der Werkstatt von Philipp Le Bas schufen die Voraussetzungen für seinen späteren Erfolg als Zeichner, der mit der Ernennung zum „Dessinateur du Roi“ 1776 gekrönt wurde. Auch der Zeichenunterricht, den er der Madame de Pompadour erteilte, spricht für sein Ansehen.

Eisens unsteter Lebenswandel scheint dazu geführt zu haben, dass er nicht in die Académie Royale aufgenommen, sondern statt dessen Mitglied der Académie de Saint-Luc wurde, in deren Salons er regelmäßig auch Gemälde ausstellte. Sein wichtigster Wirkungsbereich aber war die Illustration von Büchern. Gemeinsam mit Cochin und in Zusammenarbeit mit Le Bas führte er die Buchillustration zu künstlerischer Eigenständigkeit, denn die Zeichnungen sind nun nicht mehr nur den Text begleitende Auflockerungen, sondern selbstständige, geistreiche Bildaussagen. Sicher hat das zur Beliebtheit und Verbreitung solcher Werke beigetragen. Eisens bekannteste Illustrationen sind die Vorlagen zu den „Contes et Nouvelles“ von Lafontaine, die 1762 erschienen. Sein Wirken als Maler ist trotz zahlreicher erhaltener Gemälde weitgehend in Vergessenheit geraten.

3 Werke von Charles Eisen

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